* Frühe Einflüsse: Orwell war schon in jungen Jahren ein begeisterter Leser und verschlang Klassiker wie Dickens und Tolstoi. Er bewunderte auch die Werke von H.G. Wells und G.K. Chesterton. Diese Autoren weckten in ihm die Liebe zur Sprache und den Wunsch, sie für soziale Kommentare zu nutzen.
* Persönliche Erfahrungen: Orwells frühes Leben war geprägt von Armut, Krankheit und einem Gefühl der Desillusionierung gegenüber der britischen Gesellschaft. Er sah aus erster Hand das Leid der Arbeiterklasse und die Ungleichheiten des Gesellschaftssystems. Diese Erfahrungen weckten in ihm den Wunsch, über soziale Ungerechtigkeiten zu schreiben und sich für Veränderungen einzusetzen.
* Politisches Erwachen: Orwells politisches Bewusstsein entwickelte sich während seiner Zeit in Burma, wo er als Polizist arbeitete. Er war Zeuge der Brutalität der Kolonialherrschaft und wurde ein lautstarker Kritiker des Imperialismus. Diese Erfahrung prägte sein Schreiben tief und führte dazu, dass er sich dem demokratischen Sozialismus zuwandte.
* Literarische Ambitionen: Orwell war ein begabter Schriftsteller und glaubte, ein Talent zum Geschichtenerzählen zu haben. Er betrachtete das Schreiben als eine Möglichkeit, ein breites Publikum zu erreichen und seine politischen und sozialen Überzeugungen zum Ausdruck zu bringen. Er genoss auch die Herausforderung, gut strukturierte und fesselnde Erzählungen zu verfassen.
Während Orwells Hauptmotivation beim Schreiben darin bestand, soziale Ungerechtigkeit aufzudecken und sich für Veränderungen einzusetzen, versuchte er auch, seine Leser zu unterhalten und einzubeziehen. Er glaubte, dass Literatur die Macht habe, zu inspirieren, zu informieren und zu provozieren, und er strebte danach, mit seinem Schreiben einen Unterschied in der Welt zu bewirken.