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Welche Beiträge zur Psychologie hat Herbert Simon geleistet?

Herbert Simon, ein Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, leistete bedeutende Beiträge zur Psychologie, insbesondere in den Bereichen Kognitionswissenschaft, künstliche Intelligenz und Entscheidungsfindung.

Hier sind einige seiner wichtigsten Beiträge:

Kognitionswissenschaft:

* Begrenzte Rationalität: Simon stellte das traditionelle Wirtschaftsmodell vollkommen rationaler Entscheidungsfindung in Frage. Er schlug das Konzept der begrenzten Rationalität vor Dies deutet darauf hin, dass Menschen nur begrenzt in der Lage sind, Informationen zu verarbeiten und optimale Entscheidungen zu treffen. Stattdessen setzen sie auf Befriedigung , eine Strategie, die erste zufriedenstellende Option zu wählen, anstatt nach der absolut besten zu suchen.

* Informationsverarbeitungstheorie: Simon war ein Pionier bei der Anwendung von Informationsverarbeitungsmodellen auf die menschliche Kognition. Er glaubte, dass kognitive Prozesse als eine Reihe von Phasen verstanden werden könnten, die die Erfassung, Speicherung, den Abruf und die Verarbeitung von Informationen umfassen.

* Problemlösung: Er entwickelte ein Problemlösungsmodell, das die Bedeutung von Suchstrategien betonte und Heuristik . Er argumentierte, dass Menschen mentale Abkürzungen nutzen, um komplexe Probleme zu vereinfachen und akzeptable Lösungen zu finden.

Künstliche Intelligenz:

* Allgemeiner Problemlöser (GPS): Simon und Allen Newell entwickelten GPS, eines der ersten erfolgreichen KI-Programme. GPS wurde entwickelt, um eine Vielzahl von Problemen durch die Verwendung einer symbolischen Darstellung von Wissen und einer Reihe allgemeiner Problemlösungstechniken zu lösen.

* Kognitive Architekturen: Simon trug zur Entwicklung kognitiver Architekturen bei, die darauf abzielen, die Gesamtstruktur und Funktionsweise der menschlichen Kognition zu modellieren. Diese Architekturen bieten einen Rahmen für das Verständnis der Interaktion verschiedener kognitiver Prozesse.

Entscheidungsfindung:

* Entscheidungsfindungsmodelle: Er entwickelte formale Modelle, um zu verstehen, wie Menschen in verschiedenen Situationen Entscheidungen treffen und dabei Faktoren wie Risiko, Unsicherheit und begrenzte Informationen berücksichtigen.

* Heuristiken und Vorurteile: Simon erkannte, dass sich Menschen oft auf Heuristiken verlassen, was zu systematischen Verzerrungen bei der Entscheidungsfindung führen kann. Diese Arbeit trug zur Entwicklung der Verhaltensökonomie und der Verhaltensfinanzierung bei.

Andere Beiträge:

* Organisationstheorie: Simon wandte sein Verständnis der menschlichen Kognition auf das Verhalten von Organisationen an und untersuchte, wie Organisationen funktionieren und wie Menschen in ihnen interagieren.

* Komplexitätswissenschaft: Er trug zur Entwicklung der Komplexitätswissenschaft bei, die Systeme mit vielen interagierenden Komponenten untersucht.

Insgesamt hat Herbert Simons Arbeit einen tiefgreifenden Einfluss auf unser Verständnis davon gehabt, wie Menschen denken, Entscheidungen treffen und mit der Welt interagieren. Seine Beiträge sind weiterhin in Bereichen wie KI, kognitiver Psychologie und Organisationsstudien relevant.

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