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Wie wird Walter Lee zum Opfer der Gesellschaft?

Walter Lee Younger ist eine komplexe Figur in Lorraine Hansberrys Stück „A Raisin in the Sun“. Es stimmt zwar, dass er aufgrund seiner Rasse und seines sozioökonomischen Status mit systemischen Hindernissen konfrontiert ist, aber er ist auch ein Mensch mit Fehlern, der schlechte Entscheidungen trifft, die zu seinen Schwierigkeiten beitragen.

Gesellschaftliche Faktoren, die Walter Lee schikanieren:

1. Rassendiskriminierung :Walter Lee, ein Afroamerikaner, stößt in der Chicagoer Gesellschaft der 1950er Jahre auf zahlreiche Fälle von Rassenvorurteilen. Aufgrund der vorherrschenden diskriminierenden Praktiken hat er Schwierigkeiten, einen angemessenen Job und Aufstiegschancen zu finden.

2. Wirtschaftliche Ungleichheiten :Walter und seine Familie leben in einer engen Wohnung in einem Viertel mit niedrigem Einkommen, was die sozioökonomischen Unterschiede widerspiegelt, mit denen afroamerikanische Gemeinschaften konfrontiert sind. Armut und finanzielle Zwänge schränken Walters Möglichkeiten ein und verstärken seine Frustration darüber, dass er nicht in der Lage ist, für seine Familie zu sorgen.

3. Mangel an Möglichkeiten :Walter ist ehrgeizig und möchte die Situation seiner Familie verbessern, hat aber aufgrund seiner Rasse und sozialen Schicht nur begrenzte Möglichkeiten. Er ist frustriert über den Mangel an Unterstützung und Ressourcen, die ihm zur Verfügung stehen, was ihn daran hindert, seine Ziele zu erreichen.

Walter Lees persönliche Entscheidungen, die zu seiner Viktimisierung beitragen:

1. Impulsivität und mangelnde Planung :Walters Entscheidungen sind oft impulsiv und führen dazu, dass er riskante und unüberlegte Entscheidungen trifft. Sein Streben nach einer Investition in ein Spirituosengeschäft ohne sorgfältige Abwägung der Risiken trägt zu seinen finanziellen Schwierigkeiten bei.

2. Versäumnis, Rat einzuholen :Trotz der Unterstützung und Weisheit seiner Familie hört Walter nicht immer zu und sucht nicht immer Rat bei denen, denen sein Wohl am Herzen liegt. Dies führt dazu, dass er Entscheidungen auf der Grundlage seiner Gefühle und Wünsche und nicht auf der Grundlage fundierter Überlegungen trifft.

3. Konflikt mit Familienwerten :Walters Streben nach materiellem Erfolg und individueller Erfüllung kollidiert mit dem gemeinsamen Ziel der Familie, ein Haus zu kaufen. Seine Unfähigkeit, Kompromisse einzugehen und auf das Wohlergehen seiner Lieben Rücksicht zu nehmen, erschwert seine Situation zusätzlich.

Während er zweifellos mit gesellschaftlichen Barrieren konfrontiert ist, verschärfen Walter Lees persönliche Entscheidungen und Unzulänglichkeiten auch seine Viktimisierung. Er ist ein Produkt sowohl der systemischen Herausforderungen, denen er gegenübersteht, als auch seiner eigenen fehlerhaften Entscheidungsfindung, was seine Figur zu einer differenzierten Darstellung der Komplexitäten macht, mit denen marginalisierte Individuen konfrontiert sind.

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