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Wie ging Miller mit den Mainstream-Ideen des amerikanischen Traums in „Death Salesman“ um?

Arthur Millers Herangehensweise an Mainstream-Ideen des amerikanischen Traums in „Tod eines Handlungsreisenden“ beinhaltet eine kritische Prüfung und Subversion der allgemein verbreiteten Überzeugungen und Bestrebungen, die mit dem amerikanischen Traum verbunden sind. Miller präsentiert eine differenzierte Darstellung des Strebens nach Erfolg, Materialismus und sozialem Status und deckt die versteckten Kosten und die Ernüchterung auf, die mit diesem Streben einhergehen können.

1. Kritik des Materialismus: Miller stellt die Vorstellung in Frage, dass materieller Reichtum und finanzieller Erfolg mit Glück und Erfüllung gleichzusetzen sind. Anhand der Figur Willy Loman veranschaulicht er, wie hohl die Jagd nach materiellen Besitztümern ist und wie leer sie im Leben entstehen kann. Willys Besessenheit von seiner Karriere als Verkäufer und sein ständiges Streben nach Erfolg führen letztendlich zu seinem Untergang.

2. Unerreichbare Ideale: Miller kritisiert die unrealistischen Erwartungen und den Druck, den die Gesellschaft auf den Einzelnen ausübt, sich dem konventionellen Bild des amerikanischen Traums anzupassen. Willy gerät in einen Kreislauf aus Selbsttäuschung und Verleugnung, während er versucht, unrealistischen Idealen von Erfolg und sozialem Status gerecht zu werden. Seine Unfähigkeit, diese Ideale zu erreichen, trägt zu seinem Gefühl des Versagens und der Selbstwertlosigkeit bei.

3. Illusion vs. Realität: Das Stück verdeutlicht die Dissonanz zwischen der Illusion des amerikanischen Traums und der harten Realität des Lebens vieler Menschen. Miller schildert die harten Realitäten in Willys Leben, darunter Arbeitsplatzunsicherheit, finanzielle Schwierigkeiten und das Fehlen eines sinnvollen Unterstützungssystems. Dieser Kontrast zwischen Illusion und Realität offenbart die Mängel und Grenzen der American Dream-Ideologie.

4. Sozialkommentar: Miller nutzt „Death of a Salesman“ als Plattform, um sich zu umfassenderen gesellschaftlichen Themen und den Auswirkungen des Kapitalismus auf Einzelpersonen und Familien zu äußern. Das Stück kritisiert den mörderischen Charakter der Geschäftswelt, die entmenschlichenden Auswirkungen des Konsumismus und den Niedergang traditioneller Werte und der Gemeinschaft in der amerikanischen Gesellschaft.

5. Erfolgskritik: Miller stellt die enge Definition von Erfolg in Frage, die der amerikanische Traum propagiert. Anhand von Willys tragischer Reise legt er nahe, dass wahrer Erfolg nicht im materiellen Reichtum oder im sozialen Status liegt, sondern in sinnvollen Beziehungen, persönlicher Integrität und Authentizität.

6. Individualität vs. Konformität: Das Stück untersucht den Konflikt zwischen individuellen Bestrebungen und gesellschaftlichen Erwartungen. Willy erliegt dem Druck der Konformität und versucht, sich in die Erfolgsform anderer einzufügen. Miller weist darauf hin, dass wahre Erfüllung dadurch entsteht, dass man seine Individualität annimmt und seine authentischen Träume verfolgt, auch wenn diese von gesellschaftlichen Normen abweichen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Arthur Millers Herangehensweise an Mainstream-Ideen des amerikanischen Traums in „Tod eines Handlungsreisenden“ eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept beinhaltet und seine Grenzen und die negativen Folgen, die es für den Einzelnen haben kann, offenlegt. Miller präsentiert eine differenziertere und realistischere Darstellung von Erfolg und Glück und stellt die konventionellen Vorstellungen des amerikanischen Traums in Frage.

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