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Kommentieren Sie die Institution der Ehe, wie sie bei Tom Jones zu sehen ist?

Die Institution Ehe ist ein zentrales Thema in Henry Fieldings Roman „Tom Jones“. Im gesamten Buch untersucht Fielding verschiedene Aspekte der Ehe, darunter Liebe, Pflicht, sozialer Status und wirtschaftliche Überlegungen. Hier einige Beobachtungen zur Institution der Ehe, wie sie in „Tom Jones“ zu sehen ist:

Bedeutung von Liebe und Zuneigung:

Fielding betont die Bedeutung von Liebe und Zuneigung als wesentliche Grundlagen für eine erfolgreiche Ehe. In der Beziehung zwischen Tom Jones und Sophia Western schildert er eine echte und leidenschaftliche Liebe, die Hindernisse und gesellschaftliche Konventionen überwindet. Liebe wird als eine vereinende Kraft dargestellt, die Prüfungen und Schwierigkeiten ertragen kann.

Pflicht und Ehre:

Fielding betont auch die Vorstellung von Pflicht und Ehre im Kontext der Ehe. Charaktere wie Captain Blifil zeigen die negativen Folgen, wenn der soziale Status und der wirtschaftliche Gewinn Vorrang vor echter Zuneigung haben. Umgekehrt veranschaulichen die Charaktere von Allworthy und Mrs. Miller die Tugenden der Pflicht und Selbstlosigkeit in ihren jeweiligen Ehen. Fielding weist darauf hin, dass wahres Glück dann gefunden werden kann, wenn Pflicht und Liebe harmonisch koexistieren.

Ehe als soziales Konstrukt:

Der Roman enthüllt auch die vorherrschenden gesellschaftlichen Zwänge, die der Ehe im 18. Jahrhundert auferlegt wurden. Der Einfluss der Gesellschaft auf die Wahl der Ehe und der Druck, sich an soziale Normen anzupassen, werden im Verhalten von Charakteren wie Squire Western und Lady Bellaston deutlich. Fielding kritisiert diese Einschränkungen jedoch subtil und weist auf die Bedeutung von Individualität und echten Emotionen bei der Partnerwahl hin.

Soziale Mobilität und Ehe:

Fielding befasst sich mit der Rolle der Ehe bei der Erreichung sozialer Mobilität. Die Verbindung zwischen Jones und Sophia zum Beispiel vereint Reichtum und adelige Herkunft mit „wahrer Vornehmheit“, die auf Charakter und Tugend beruht. Durch solche Arrangements deutet der Roman auf das Potenzial für gesellschaftliche Veränderungen und den Aufstieg der Leistungsgesellschaft über starre Klassenunterschiede hin.

Heiratspläne und Happy Ends:

Im Einklang mit den konventionellen literarischen Erwartungen seiner Zeit schließt Fielding den Roman mit mehreren Ehen und harmonischen Vorsätzen ab. Die tugendhaften Charaktere werden mit erfolgreichen Kämpfen belohnt, die gesellschaftliche Normen widerspiegeln und den Triumph der moralischen Rechtschaffenheit hervorheben.

Die Ehe in „Tom Jones“ bietet letztendlich Einblicke in Liebe, Pflicht, gesellschaftliche Einflüsse, individuelle Entscheidungen und die Komplexität, die entsteht, wenn sich die Überzeugungen und Wünsche der Charaktere mit den vorherrschenden gesellschaftlichen Einstellungen überschneiden. Fielding nutzt die Ehe als Linse, durch die er soziale Bräuche kritisiert und Ideen von echter Zuneigung, persönlicher Tugend und dem Streben nach wahrem Glück in intimen Beziehungen fördert.

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