Welche Erwartungen weckt Hawthorne beim Leser im schwarzen Schleier des Ministers?
In „The Minister's Black Veil“ nutzt Nathaniel Hawthorne mehrere literarische Mittel, um Erwartungen an den Leser zu wecken. Durch den Schleier des Protagonisten erzeugt er eine Atmosphäre des Mysteriums und der Geheimhaltung, ein Symbol, das Neugier weckt und darauf schließen lässt, dass etwas nicht stimmt. Indem er Erklärungen für den Schleier zurückhält, steigert Hawthorne die Spannung und macht den Leser neugierig auf die Geschichte dahinter. Er schafft auch eine bedrückende Atmosphäre in der puritanischen Gemeinschaft, in der Konformität und strenge religiöse Lehren das Leben des Einzelnen bestimmen.
Darüber hinaus führt Hawthorne das mit dem Schleier verbundene Thema der Sünde und Schuld ein und deutet damit auf eine Übertretung von Reverend Hooper hin. Er impliziert einen Zusammenhang zwischen der mysteriösen Handlung des Ministers und einem Gefühl von Scham oder Reue und weckt die Erwartung, dass die Erzählung Geheimnisse, Übertretungen oder tiefgreifende Gewissenskonflikte ans Licht bringen wird. Insgesamt tragen die Elemente in der Geschichte dazu bei, ein Gefühl der Unsicherheit, des Unbehagens und der Vorfreude aufzubauen und den Leser zu fesseln und in die Lösung der Geheimnisse rund um den Pfarrer und seinen rätselhaften schwarzen Schleier zu investieren.