1. Betonung der individuellen Offenbarung:
* Hutchinson glaubte, dass Einzelpersonen eine direkte und persönliche Offenbarung des Willens Gottes erleben könnten, unabhängig von der Schrift oder den Lehren des Geistlichen. Dies widersprach dem puritanischen Glauben an die Autorität der Bibel und der Geistlichen als Mediatoren des Wortes Gottes.
2. Grace -Bund:
* Sie betonte den "Bund der Gnade", die Idee, dass die Erlösung ausschließlich durch Gottes Gnade und nicht durch menschliche Werke oder gute Taten kommt. Dies widersprach dem puritanischen Glauben an den "Bund der Werke", was die Bedeutung des guten Verhaltens und der Einhaltung des religiösen Rechts für die Erlösung hervorhob.
3. Bedeutung der inneren Erfahrung:
* Hutchinson betonte die Bedeutung der inneren spirituellen Erfahrung und die direkte Beziehung zwischen einem Individuum und Gott. Sie argumentierte, dass äußere Handlungen dem inneren Gnadenzustand des Individuums sekundär seien. Dies forderte den Puritaner auf äußere Anzeichen von Frömmigkeit und Konformität heraus.
4. Kritik der etablierten Autorität:
* Ihre Lehren und ihre öffentlichen Versammlungen wurden von der etablierten puritanischen Geistlichen kritisiert, die sie als Bedrohung für ihre Autorität und den Orden der Gemeinschaft betrachtete. Sie stellte die Macht der Geistlichen in Frage, indem sie ihre Interpretationen der Schrift in Frage stellte und Einzelpersonen ermutigte, ihre eigene innere Anleitung zu befolgen.
5. Ablehnung von "guten Werken":
* Hutchinson argumentierte, dass gute Werke eine Folge der Erlösung seien, keine Voraussetzung dafür. Dies widersprach der puritanischen Ansicht, dass gute Werke ein Beweis dafür waren, dass er mit Gott stand, und ein Mittel, um Erlösung zu verdienen.
Folgen ihrer Überzeugungen:
Anne Hutchinsons Lehren wurden letztendlich von den puritanischen Behörden als ketzerisch verurteilt. Sie wurde 1638 vor Gericht vor Gericht gestellt, die zur großen Migration der Puritaner in andere Kolonien beitrug. Ihre Geschichte unterstreicht die Spannung zwischen der Religionsfreiheit und dem Wunsch nach sozialer Ordnung im frühen Amerika.
Es ist wichtig zu beachten, dass ihre Überzeugungen zwar in ihrer Zeit als radikal angesehen wurden, sie jedoch bei einigen Personen, die sich durch die strenge religiöse und soziale Ordnung der puritanischen Gesellschaft eingeschränkt fühlten. Sie bleibt eine bedeutende Figur in der amerikanischen Geschichte, die die Herausforderungen für die Autorität und den Kampf um individuelle Gewissensfreiheit darstellt, die die amerikanische Gesellschaft heute weiterhin prägen.