1. Strenge Erziehung und Angst vor Autorität: Hitchcocks Vater war ein strenger Disziplinarer, der seinem kleinen Sohn Angst vor Autorität einbrachte. Diese Angst spiegelt sich in vielen von Hitchcocks Filmen wider, in denen Charaktere oft mit mächtigen, oft bedrohlichen Figuren wie Polizisten, Detektiven und sogar alltäglichen Personen in Machtpositionen konfrontiert werden.
2. Frühe Erfahrungen mit Bestrafung: Hitchcock wurde häufig wegen geringfügiger Verstöße bestraft, wobei sein Vater auf körperliche Bestrafung zurückgab. Diese Erfahrung trug wahrscheinlich zu Hitchcocks Faszination für die dunkleren Aspekte des menschlichen Verhaltens und zur Kraft der Angst bei. In seinen Filmen sind oft Charaktere enthalten, die in Situationen gefangen sind, in denen ihre Handlungen schwerwiegende Konsequenzen haben und das Potenzial für die Bestrafung auch für scheinbar unbedeutende Übertretungen betonen.
3. Religiöser Hintergrund und moralische Mehrdeutigkeit: Hitchcocks katholische Erziehung beeinflusste seine Erforschung von Schuld, Sünde und Erlösung in seinen Filmen. Er zeigte häufig Charaktere, die sich mit ihrer eigenen Moral und den Folgen ihrer Entscheidungen auseinandersetzen. Diese moralische Mehrdeutigkeit zeigt sich in Filmen wie "Psycho" und "Vertigo", in denen die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwommen sind und das Publikum mit der Komplexität der menschlichen Natur auseinandersetzen.
4. Angst vor Polizei und Autorität: Hitchcock wurde als Teenager wegen einer geringfügigen Straftat verhaftet, die seine Angst vor den Zahlen für Strafverfolgungs- und Autoritätszahlen weiter festigte. Diese Angst zeigt sich in seinen Filmen durch wiederkehrende Themen des Verdachts, Paranoia und der Verwundbarkeit des Individuums angesichts eines mächtigen, oft unterdrückenden Systems.
5. Faszination für Verbrechen und Geheimnis: Hitchcocks frühes Leben war voller Detektivromane und Geschichten, die eine lebenslange Faszination für den dunklen Unterbauch der Gesellschaft auslösten. Seine Filme sind oft durch ihre spannenden Erzählungen, komplexen Charaktere und die Erforschung der verborgenen Motive und Geheimnisse gekennzeichnet, die menschliche Handlungen vorantreiben.
6. Kino ausgesetzt: Als junger Mann war Hitchcock den frühen Tagen des stillen Kinos ausgesetzt, was ihm eine Leidenschaft für visuelles Geschichtenerzählen und ein tiefes Verständnis dafür vermittelte, wie filmische Techniken kraftvolle Emotionen hervorrufen könnten. Diese Erfahrung diente als Sprungbrett für seine spätere Entwicklung als Meister des Spannung und des visuellen Geschichtenerzählens.
7. Kriegserfahrung: Hitchcocks Erfahrung mit dem Ersten Weltkrieg, insbesondere seines Dienstes als Bote für das britische Militär, hat sein Verständnis für die Fragilität des Lebens und das Potenzial für Gewalt geprägt. Dieses Verständnis spiegelt sich in mehreren seiner Filme wider, die Themen wie Konflikte, Verrat und die destruktive Natur des menschlichen Verhaltens erforschen.
Zusammenfassend spielte Alfred Hitchcocks Kindheitserfahrungen, obwohl sie oft von Angst und Schwierigkeit behaftet sind, eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung seiner künstlerischen Vision und seiner Entwicklung als einer der einflussreichsten Regisseure des Kinos. Seine Filme sind ein Beweis für die Kraft seiner frühen Erfahrungen und bieten einen erschreckenden und oft beunruhigenden Einblick in die Tiefen der menschlichen Psyche.