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Ist der Erzähler in Sherlock Holmes ein allwissender Erzähler?

Nein, der Erzähler in Sherlock Holmes-Geschichten ist nicht ein allwissender Erzähler.

Hier ist der Grund:

* Eingeschränkte Perspektive: Der Erzähler ist Dr. John H. Watson, der enge Freund und Weggefährte von Sherlock Holmes. Wir sehen die Geschichte durch seine Augen, das heißt, wir wissen nur, was er weiß, erlebt und erzählt wird. Wir haben keinen Zugriff auf die Gedanken anderer Charaktere, es sei denn, Watson wird ausdrücklich darüber informiert.

* Fokus auf Beobachtungen: Obwohl Watson ein aufmerksamer Beobachter ist, versteht er Holmes' Schlussfolgerungen nicht immer vollständig. Der Erzähler beschreibt oft Holmes‘ Prozess und Schlussfolgerungen, erklärt aber nicht immer die dahinter stehende Begründung.

* Unzuverlässiger Erzähler: In manchen Fällen kann Watson ein etwas unzuverlässiger Erzähler sein. Er kann von Holmes‘ Schlussfolgerungen überrascht sein und erfasst manchmal nicht die ganze Komplexität der Situation. Dies erhöht die Intrige und sorgt dafür, dass der Leser gemeinsam mit Watson rätselt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Erzähler in Sherlock-Holmes-Geschichten ein eingeschränkter Ich-Erzähler ist der eine spezifische Perspektive auf die Ereignisse bietet. Dadurch entsteht ein fesselndes und interaktives Leseerlebnis, bei dem der Leser ermutigt wird, gemeinsam mit Watson das Puzzle zusammenzusetzen.

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