1. Finanzielle Notwendigkeit: Doyle war ein junger Arzt, der Schwierigkeiten hatte, als er begann, Sherlock-Holmes-Geschichten zu schreiben. Er brauchte eine Einnahmequelle, und die damalige Beliebtheit von Krimis bot ihm einen gangbaren Weg. In einem Brief gab er sogar zu, dass er „gezwungen“ wurde, ihnen zu schreiben, um Schulden zu begleichen.
2. Eine Liebe für Logik und Schlussfolgerung: Doyle war von Logik und Schlussfolgerungen fasziniert, was sich in seinem medizinischen Hintergrund zeigte. Es machte ihm Spaß, seinen Lesern komplexe Rätsel und Herausforderungen zu stellen, was seine eigene Faszination für das Lösen von Problemen widerspiegelte.
3. Sozialer Kommentar: Obwohl oft übersehen, dienten Doyles Geschichten nicht nur der Unterhaltung. Sie enthielten gesellschaftliche Kommentare zu damaligen Themen wie Kriminalität, Armut und den Ungerechtigkeiten, mit denen marginalisierte Gruppen konfrontiert waren. Er benutzte Holmes sogar, um die Besessenheit der viktorianischen Gesellschaft von Materialismus und Oberflächlichkeit zu kritisieren.
4. Eskapismus: Trotz ihres sozialen Kommentars vermittelten die Geschichten auch ein Gefühl des Eskapismus. Die Welt von Sherlock Holmes war voller Intrigen und Spannung und bot eine aufregende Flucht aus der alltäglichen Realität des viktorianischen Lebens.
5. Popularität und Anerkennung: Die Sherlock-Holmes-Geschichten waren unglaublich erfolgreich und machten Doyle berühmt und finanziell abgesichert. Diese Anerkennung war für ihn ein wichtiger Ansporn, sie weiter zu schreiben, auch wenn er später den Wunsch äußerte, darüber hinauszugehen.
6. Künstlerischer Ausdruck: Über die finanziellen und sozialen Aspekte hinaus genoss Doyle einfach das Handwerk des Schreibens. Er war stolz auf seine Fähigkeit, fesselnde Erzählungen zu erfinden, Spannung aufzubauen und unvergessliche Charaktere zu erschaffen.
7. Erforschung der menschlichen Psyche: Doyles Geschichten befassten sich oft mit der menschlichen Psyche und erkundeten Themen wie Moral, Täuschung und die Natur von Gut und Böse. Er nutzte seine Figuren, um die Komplexität menschlichen Verhaltens und Motivationen zu untersuchen.
Obwohl Doyle die Sherlock-Holmes-Geschichten irgendwann satt hatten, spielten sie unbestreitbar eine entscheidende Rolle in seiner Karriere und festigten seinen Platz in der Literaturgeschichte. Er hinterließ ein Vermächtnis spannender Kriminalromane, das auch heute noch die Leser in seinen Bann zieht.