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Warum ist der Erzähler wichtig genug, um in Moulmein gehasst zu werden?

Der Erzähler in „Shooting an Elephant“ von George Orwell ist wichtig genug, um in Moulmein aus mehreren Gründen gehasst zu werden:

* Er vertritt den britischen Imperialismus: Der Erzähler ist ein britischer Polizist in Burma, einem kolonisierten Land. Seine Anwesenheit selbst ist ein Symbol der unterdrückerischen britischen Herrschaft. Die Einheimischen verübeln ihm seine Macht und Autorität, die als ungerecht und ausbeuterisch angesehen werden.

* Er fühlt sich konfliktbeladen und machtlos: Trotz seiner Autoritätsposition fühlt sich der Erzähler gefangen und unfähig, dem System zu widerstehen. Er ist sich der Ungerechtigkeiten des Kolonialismus bewusst, fühlt sich aber machtlos, sie zu ändern. Dieser innere Konflikt und seine Unfähigkeit, entschlossen zu handeln, tragen zu den Ressentiments bei, mit denen er konfrontiert ist.

* Er handelt aus Angst und Druck: Der Erzähler erschießt den Elefanten hauptsächlich aus Angst, vor der burmesischen Menge dumm auszusehen. Sein Antrieb ist nicht Gerechtigkeit oder Notwendigkeit, sondern sein eigener Stolz und das Bedürfnis, seine Autorität aufrechtzuerhalten. Diese Tat schürt den gegen ihn gerichteten Hass noch weiter, da sie als gefühllose und unnötige Grausamkeit angesehen wird.

* Er gilt als Heuchler: Der Erzähler drückt antikoloniale Gefühle aus, stärkt aber letztendlich das System, indem er sich an seiner Brutalität beteiligt. Diese Heuchelei schürt den Groll gegen ihn zusätzlich. Er gilt als Repräsentant des Systems, das er kritisiert, was ihn zur Zielscheibe des Zorns macht.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Erzähler in „Shooting an Elephant“ gehasst wird, weil er die unterdrückerische Natur des britischen Imperialismus verkörpert. Seine widersprüchlichen Gefühle, seine von Angst und Druck geprägten Handlungen und seine Heuchelei tragen zu dem negativen Bild bei, das er in den Augen des burmesischen Volkes hat. Seine Geschichte beleuchtet die komplexe Beziehung zwischen Kolonisator und Kolonisierten und die moralischen Dilemmata, die innerhalb solcher Machtdynamiken entstehen.

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