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Macbeth sagt, dass er nicht an die Hexen denkt, sondern sich selbst widerspricht. Wie?

Im Stück „Macbeth“ von William Shakespeare ist Macbeths Beziehung zu den Hexen widersprüchlich. Einerseits behauptet er, nicht an sie zu glauben und tut sie als „Instrumente der Finsternis“ ab, andererseits handelt er konsequent nach den Prophezeiungen, die sie ihm gegeben haben. Dieses widersprüchliche Verhalten wird oft als Ausdruck von Macbeths innerer Unruhe und dem Konflikt zwischen seinem rationalen Verstand und seinem Ehrgeiz interpretiert.

Ein Beispiel, in dem Macbeth sich selbst widerspricht, ist Akt III, Szene IV. Nachdem die Prophezeiungen der Hexen ihn dazu veranlasst haben, König Duncan zu ermorden, wird Macbeth zunehmend paranoid und von Schuldgefühlen geplagt. Als er den Geist von Banquo sieht, den er ebenfalls getötet hat, ruft er aus:„Ich habe Angst, daran zu denken, was ich getan habe; / Schaut noch einmal, ich wage es nicht.“ Dies deutet darauf hin, dass Macbeth versucht, die Erinnerung an seine Taten zu unterdrücken und die Konfrontation mit der Schuld, die er empfindet, zu vermeiden. Die Tatsache, dass er den Geist jedoch nicht noch einmal ansehen kann und Angst davor hat, darüber nachzudenken, was er getan hat, zeigt jedoch, dass er sich seiner Verbrechen und der Konsequenzen seines Handelns immer noch sehr bewusst ist.

Ein weiterer Widerspruch zeigt sich in Akt V, Szene III, als Macbeth Macduff zur Rede stellt. Macbeth weist Macduffs Drohungen zunächst zurück und sagt:„Du kannst nicht sagen, dass ich es getan habe; schüttel niemals deine blutigen Locken gegen mich.“ Als Macduff jedoch verrät, dass er nicht von einer Frau geboren wurde, sondern „zu früh aus dem Schoß seiner Mutter gerissen“ wurde, ist Macbeth sichtlich erschüttert und erkennt, dass sein Untergang unmittelbar bevorsteht. Dies deutet darauf hin, dass Macbeth trotz seiner Versuche, die Prophezeiungen der Hexen zu verwerfen und sich selbst davon zu überzeugen, dass er unverwundbar ist, immer noch eine tiefe Angst davor hegt, dass sie wahr werden könnten.

Insgesamt spiegelt Macbeths widersprüchliches Verhalten gegenüber den Hexen seinen komplexen und widersprüchlichen Geisteszustand wider. Auch wenn er versucht, ihren Einfluss auf ihn zu leugnen, verraten seine Handlungen und Reaktionen seinen tief verwurzelten Glauben an ihre Macht und seine Angst vor den Konsequenzen seiner Handlungen.

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