Verbrechen
Am 12. August 2013 drang die damals 49-jährige Gilbert mit einem Hammer in das Zimmer ihrer Mitbewohnerin in der gemeinsamen Wohnung in New Milford, Connecticut, ein und griff sie an. Anschließend stach sie mit einem gezackten Messer 208 Mal auf ihre Mitbewohnerin ein, und das alles, während das Opfer noch lebte. Anschließend enthauptete Gilbert ihre Mitbewohnerin und entfernte einige ihrer inneren Organe, die sie wusch und kochte.
Gilbert aß einige der gekochten Organe und steckte den Rest in Plastiktüten und stellte sie in den Kühlschrank. Außerdem bewahrte sie einige der Organe in einem Plastikbehälter im Gefrierschrank auf und stellte den Kopf der Mitbewohnerin auf ein Regal.
Gilbert rief daraufhin die Polizei an und teilte ihnen mit, dass sie ihre Mitbewohnerin getötet hatte und dass man ihre sterblichen Überreste in der Wohnung finden würde. Als die Polizei eintraf, fanden sie Gilbert auf einer Couch in der Wohnung sitzend vor, wie er eine Dose Bier trank und eine Schüssel Müsli aß.
Prozess und Urteil
Gilbert wurde wegen Mordes angeklagt und für geistig fähig befunden, vor Gericht zu stehen. Sie verzichtete auf ihr Recht auf ein Schwurgerichtsverfahren und entschied sich für ein Gerichtsverfahren, bei dem der Richter über das Urteil entscheiden würde.
Im Jahr 2016 wurde Gilbert wegen Mordes zu lebenslanger Haft ohne Bewährungsmöglichkeit verurteilt.
Motiv
Gilberts Motiv für den Mord ist nicht ganz klar. Während ihres Prozesses sagte sie aus, dass sie unter psychischen Problemen gelitten habe und Stimmen in ihrem Kopf gehört habe, die ihr sagten, sie solle ihre Mitbewohnerin töten. Sie sagte auch, dass sie als Kind sexuell missbraucht worden sei und dass der Missbrauch ihre geistige Gesundheit beeinträchtigt habe.
Hintergrund
Gilbert wurde am 12. Januar 1965 in New Milford, Connecticut, geboren. Sie hatte eine schwierige Kindheit und wurde Berichten zufolge von ihrem Vater misshandelt. Gilbert hatte auch mit psychischen Problemen zu kämpfen und war mehrmals zur psychiatrischen Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert worden.
In den Jahren vor dem Mord lebte Gilbert in Armut und kämpfte mit Drogenabhängigkeit. Aufgrund ihres unberechenbaren Verhaltens war sie außerdem aus mehreren Wohnungen vertrieben worden.
Auswirkungen des Falles
Der Fall von Lori Anne Gilbert schockierte und entsetzte die gesamte Gemeinde von New Milford und Connecticut. Die Brutalität des Verbrechens und die Tatsache, dass Gilbert ihre Mitbewohnerin ausgeschlachtet hatte, führten zu weit verbreiteter Medienberichterstattung und öffentlicher Empörung.
Der Fall warf auch Fragen zur Angemessenheit der psychiatrischen Dienste und zur Notwendigkeit einer besseren Unterstützung für Menschen mit psychischen Erkrankungen auf.
Referenzen
* [Wikipedia](https://en.wikipedia.org/wiki/Lori_Ann_Gilbert)
* [The New York Times](https://www.nytimes.com/2016/05/25/nyregion/lori-ann-gilbert-sentenced-to-life-in-murder-and-cannibalism-case.html)
* [The Hartford Courant](https://www.courant.com/news/connecticut/hc-xpm-2016-05-24-hc-lori-ann-gilbert-sentencing-20160524-story.html)