* Konkrete Gedichte bestehen typischerweise aus einzelnen Wörtern oder Phrasen, die so angeordnet sind, dass ein visuelles Bild oder Muster entsteht. Die Wörter selbst haben vielleicht keine wörtliche Bedeutung, aber ihre Platzierung und Anordnung schaffen ein visuelles Erlebnis für den Leser. Beispielsweise könnte ein konkretes Gedicht die Form eines Herzens verwenden, um eine visuelle Darstellung der Liebe zu schaffen, oder es könnte die Anordnung von Wörtern nutzen, um ein Gefühl von Bewegung zu erzeugen.
* Kalligramme sind eine Art visueller Poesie, die die Form und Anordnung von Wörtern nutzt, um eine visuelle Darstellung des Themas des Gedichts zu schaffen. Die Wörter selbst sind oft wörtlich und bedeutungsvoll, und die Art und Weise, wie sie angeordnet sind, trägt dazu bei, die Gesamtbedeutung des Gedichts zu schaffen. Beispielsweise könnte ein Kalligramm die Form eines Vogels nutzen, um eine visuelle Darstellung eines Gedichts über den Flug zu schaffen, oder es könnte die Anordnung von Wörtern nutzen, um ein Gefühl für Rhythmus oder Bewegung zu erzeugen.
Hier einige Beispiele für konkrete Gedichte und Kalligramme:
Konkrete Gedichte:
* Guillaume Apollinaires „Il pleut“ (1918)
* „l(a““ von E. E. Cummings (1925)
* John Cages „4'33“ (1952)
Kalligramme:
* George Herberts „Easter Wings“ (1633)
* Guillaume Apollinaires „Le pont Mirabeau“ (1913)
* Richard Wilburs „The House“ (1956)
Konkrete Poesie und Kalligramme sind sowohl kreative als auch experimentelle Formen der Poesie, die Dichtern eine einzigartige Möglichkeit bieten, sich auszudrücken. Indem diese Formen der Poesie die visuelle Anordnung von Wörtern nutzen, um Bedeutung und Bilder zu erzeugen, versetzen sie den Leser in ein multisensorisches Erlebnis.