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Warum glaubten die Elisabethaner an Hexen und Hexerei?

Der Glaube an Hexen und Hexerei war während der elisabethanischen Ära (1558–1603) in England tief in der kulturellen, intellektuellen und religiösen Landschaft dieser Zeit verwurzelt. Mehrere Faktoren trugen zu dieser weit verbreiteten Überzeugung bei:

1. Einfluss der Kirche :Die offizielle Religion Englands war in dieser Zeit der Protestantismus, und viele protestantische Reformatoren glaubten, dass Hexen mit dem Teufel verbündet seien. Die Bibel wurde wörtlich ausgelegt und Passagen, in denen Hexerei erwähnt wurde, wie etwa Exodus 22:18, wurden als Beweis für ihre Existenz gewertet.

2. Dämonologie :Dämonologie, das Studium von Dämonen und ihren Aktivitäten, war zu dieser Zeit ein wichtiges Forschungsgebiet, und viele Gelehrte glaubten, dass Hexen mit bösen Geistern kommunizierten. Bücher wie „Malleus Maleficarum“ (Der Hammer der Hexen), veröffentlicht im Jahr 1486, lieferten detaillierte Berichte über Hexerei und Methoden zur Identifizierung und Verfolgung mutmaßlicher Hexen.

3. Politische und soziale Unruhen :Die elisabethanische Ära war eine Zeit bedeutender sozialer und politischer Umwälzungen mit religiösen Konflikten, wirtschaftlichen Ungleichheiten und Kriegen. Hexen wurden oft als Sündenböcke für diese Probleme angesehen, und Vorwürfe der Hexerei konnten genutzt werden, um persönliche Rechnungen zu begleichen oder vermeintliche Bedrohungen zu beseitigen.

4. Angst und Aberglaube :Aberglaube und Angst vor dem Unbekannten waren in der elisabethanischen Gesellschaft weit verbreitet und viele Menschen glaubten ernsthaft an die Existenz übernatürlicher Kräfte und Hexerei. Der Glaube an Hexen wurde durch Geschichten, Folklore und Gerüchte gestärkt, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden.

5. Hexerei als Verbrechen :Das Witchcraft Act von 1563 und das Witchcraft Act von 1604 machten Hexerei zu einem schweren Verbrechen, das mit der Todesstrafe geahndet wurde. Dieser rechtliche Rahmen legitimierte die Verfolgung verdächtiger Hexen weiter und schürte die Angst und Hysterie rund um Hexerei.

6. Wissenschaftliches Wissen :Das elisabethanische England war eine Zeit des Wandels in den wissenschaftlichen Erkenntnissen, und viele Menschen vertraten noch immer Überzeugungen, die auf mittelalterlicher Scholastik und traditionellen Überlieferungen basierten. Das Verständnis von Naturphänomenen war begrenzt und Ereignisse, die nicht leicht zu erklären waren, wurden oft der Hexerei zugeschrieben.

7. Medizinische Überzeugungen :Das medizinische Wissen der damaligen Zeit war primitiv und Krankheiten und Unglücke, die nicht durch natürliche Ursachen erklärt werden konnten, wurden oft der Hexerei zugeschrieben. Einige Personen wurden beschuldigt, böswillige Magie eingesetzt zu haben, um anderen Schaden zuzufügen.

8. Geschlechterrollen :Frauen waren in dieser Zeit besonders anfällig für Hexereivorwürfe. Aufgrund gesellschaftlicher Vorurteile wurden Frauen, die starke Persönlichkeiten an den Tag legten oder unkonventionelle Rollen spielten, eher als Hexen ins Visier genommen.

Es ist wichtig anzumerken, dass nicht jeder im elisabethanischen England an Hexen und Hexerei glaubte, aber die Kombination religiöser, kultureller und sozialer Faktoren schuf ein Umfeld, in dem solche Überzeugungen weit verbreitet waren und sowohl von der Kirche als auch vom Staat unterstützt wurden.

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