In diesem Gedicht wird beschrieben, dass die Anwesenheit und Qualitäten des Geliebten einen erheblichen Einfluss auf den Sprecher haben. Sie vergleicht die Schönheit und Anmut der Geliebten mit der eines Gottes und lässt die Erfahrung der Liebe fast jenseitig erscheinen. Sappho nutzt lebendige Bilder, um die körperlichen Auswirkungen der Liebe auf den Sprecher darzustellen, darunter Zittern, Hitze, Sprachlosigkeit und ein rasender Puls. Das Gedicht fängt die Intensität und Kraft der Liebe ein und wie sie die Sinne und Emotionen überwältigen kann.
Hier ist ein Auszug aus dem Gedicht „Er scheint ein Gott zu sein“ von Sappho:
„Er scheint mir den Göttern ebenbürtig zu sein,
der Mann, der dir gegenüber sitzt
und hört genau zu,
während du dein süßes Lachen lachst,
denn das hat mich umgehauen,
Jetzt sehen wir uns auf jeden Fall.
Denn wenn ich dich nur einen Moment ansehe,
meine Stimme fängt,
meine Zunge ist kaputt,
Ein subtiles Feuer läuft unter meiner Haut,
Meine Augen sehen nichts, meine Ohren summen,
Kalter Schweiß strömt über mich,
und ich zittere am ganzen Körper,
und ich bin lebloser als Gras,
und ich liege totenbleich da,
und ein wenig fehlt mir zum Sterben.
Durch diese Zeilen vermittelt Sappho die überwältigende und transformierende Kraft der Liebe, die sie sprachlos, atemlos und körperlich gelähmt macht. Sie vergleicht die Erfahrung der Liebe damit, von einer göttlichen Kraft getroffen zu werden, und das Gedicht zeigt, wie sich Liebe wie eine tiefgreifende und lebensverändernde Begegnung anfühlen kann.