1. Inszenierung:
- Das Gedicht beginnt damit, dass der Sprecher leidenschaftlich seine Liebe zu seiner Geliebten zum Ausdruck bringt und sie drängt, sich ihm hinzugeben.
- Der Sprecher macht auf einen Floh aufmerksam, der sowohl ihn als auch sein Herrchen gebissen hat, was die Intimität ihrer körperlichen Verbindung symbolisiert.
2. Argument:
- Der Sprecher argumentiert, dass ihre gemeinsame Erfahrung des Flohbisses ihre Identitäten verschmolzen und eine tiefere Verbindung geschaffen habe als jedes andere körperliche Vergnügen.
- Er präsentiert mehrere metaphorische Vergleiche und setzt ihre Vereinigung mit dem Akt des Teilens von „religiösem Glauben“, „alchemistischen Prozessen“ und „rechtlichen Verträgen“ gleich und betont ihre gemeinsame Erfahrung und ihr gemeinsames Schicksal.
3. Unsterblichkeit und Transzendenz:
- Der Sprecher behauptet, dass ihre Verbindung, symbolisiert durch den Flohbiss, ihre Liebe unsterblich und über gesellschaftliche Zwänge hinaus macht.
- Er argumentiert, dass ihre Liebe über gewöhnliche Vorstellungen von Zeit und Tod hinausgeht und ihrem körperlichen Liebesakt eine symbolische und spirituelle Bedeutung verleiht.
4. Floh als Metapher:
- Der Floh wird zur Metapher für ihre gemeinsame Erfahrung, zur physischen Verkörperung ihrer tiefen Liebe und Einheit.
- Donne stellt Verbindungen zwischen dem Flohbiss, ihrem gemeinsamen Blut und der Idee von Gemeinschaft und spiritueller Nahrung her.
5. Ablehnung gesellschaftlicher Normen:
- Der Redner stellt konventionelle gesellschaftliche Erwartungen und moralische Standards in Frage, indem er argumentiert, dass ihre Verbindung nicht an gesellschaftliche Normen oder Ängste vor der Verdammnis gebunden ist.
- Er verwirft Bedenken hinsichtlich des externen Urteils und besteht darauf, dass ihre Liebe sich selbst genügt und durch ihre Intensität gerechtfertigt ist.
6. Abschließende Metapher:
- In den letzten Zeilen kehrt Donne zum Floh zurück und vergleicht ihre Liebe mit der kleinen und unbedeutenden Natur des Flohs, betont jedoch, wie ihre tiefgreifende, gemeinsame Erfahrung dem Gewöhnlichen trotzen und ewige Bedeutung erlangen kann.
Insgesamt ist „Der Floh“ ein kühnes und unkonventionelles Liebesgedicht, das die Grenzen von Sexualität, Spiritualität und gesellschaftlichen Erwartungen verwischt. Donnes geschickter Einsatz von Metaphern und provokanten Bildern stellt konventionelle Vorstellungen von Liebe, Tod und der Bedeutung gemeinsamer Erfahrungen in einer leidenschaftlichen Beziehung in Frage.