Anhand einer Reihe rhetorischer Fragen denkt MacNeice darüber nach, was es bedeutet, geboren zu werden, Bewusstsein zu besitzen und die Reise des Lebens anzutreten. Das Gedicht ist in zwei Strophen unterteilt, die jeweils unterschiedliche Aspekte der Überlegungen des Sprechers untersuchen.
In der ersten Strophe denkt der Sprecher über ihre möglichen Eigenschaften nach und fragt sich, ob sie mutig oder feige, intelligent oder dumm sein werden und ob sie einen positiven Einfluss auf die Welt haben oder zu ihrer Disharmonie beitragen werden. Sie überlegen, ob sie eine Seele oder ein Selbstbewusstsein besitzen werden, und stellen die Natur des Bewusstseins und der Selbstwahrnehmung in Frage.
Die zweite Strophe befasst sich eingehender mit den Sorgen des Sprechers und drückt seine Sorge über das Leid, die Not und die potenzielle Grausamkeit aus, denen er in der Welt begegnen könnte. Der Sprecher fragt sich auch, ob sie zu Liebe, Freude und Mitgefühl fähig sein werden oder ob ihre Existenz von Trauer und Bedauern getrübt sein wird.
Im gesamten Gedicht verwendet MacNeice einen gebetsähnlichen Ton und richtet seine Gedanken an ein namenloses Wesen, vielleicht eine höhere Macht oder die Essenz des Lebens selbst. Sie sehnen sich nach Führung, Klarheit und Sinnhaftigkeit und suchen nach der Gewissheit, dass ihre Existenz einen Sinn und eine Bedeutung haben wird.
„Prayer Before Birth“ ist ein tiefgründiges und zum Nachdenken anregendes Gedicht, das die menschliche Erfahrung aus der einzigartigen Perspektive einer Seele erforscht Ängste, die mit der Aussicht einhergehen, in eine komplexe und unvorhersehbare Welt einzutreten.