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Wie nutzt Carl Sandburg das Katalogisieren in der Poesie?

Carl Sandburg nutzt die Katalogisierung in seinen Gedichten, um ein Gefühl von Fülle, Vielfalt und Detailreichtum zu erzeugen. Er listet oft eine Reihe von Gegenständen oder Bildern in einer scheinbar zufälligen Reihenfolge auf, doch diese Desorganisation dient in Wirklichkeit dazu, die Weite und Komplexität der Welt hervorzuheben. In seinem Gedicht „Chicago“ schreibt Sandburg beispielsweise:

„Schweineschlachter für die Welt,

Werkzeugmacher, Weizenstapler,

Spieler bei Railroads und dem Frachtführer der Nation;

Stürmisch, heiser, streitsüchtig,

Stadt der großen Schultern ...“

Diese Liste von Attributen erfasst die vielen verschiedenen Aspekte von Chicago, von seiner industriellen Macht bis hin zu seiner kulturellen Vielfalt. Durch die Katalogisierung dieser Details schafft Sandburg ein lebendiges und umfassendes Porträt der Stadt.

Sandburg nutzt die Katalogisierung auch, um in seinen Gedichten ein Gefühl für Rhythmus und Bewegung zu erzeugen. Die langen Listen mit Elementen oder Bildern tragen dazu bei, Schwung aufzubauen, und die Wiederholung bestimmter Wörter und Sätze erzeugt eine hypnotische Wirkung. Sandburg schreibt zum Beispiel in seinem Gedicht „The Fog“:

„Der Nebel kommt

Auf kleinen Katzenfüßen.

Es sitzt da und schaut

Über Hafen und Stadt

Auf leisen Sohlen

und geht dann weiter.

Die Wiederholung des Wortes „Nebel“ und die Verwendung von Onomatopoeia („Katzenfüße“) erwecken den Eindruck, dass der Nebel heimlich durch die Stadt kriecht. Der Rhythmus und die Bewegung des Gedichts fangen die geheimnisvolle und vergängliche Natur des Nebels perfekt ein.

Das Katalogisieren ist ein leistungsstarkes Werkzeug, mit dem sich vielfältige Effekte in der Poesie erzielen lassen. Sandburgs Verwendung der Katalogisierung zeigt die Vielseitigkeit und das Potenzial dieser Technik.

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