Was ist ein regelmäßiger Reim?
In der Poesie bezieht sich der Begriff „regelmäßiger Reim“ auf ein Reimschema, bei dem die letzten Wörter von zwei oder mehr Zeilen den gleichen Vokalklang, aber unterschiedliche Konsonantenlaute haben. Die gebräuchlichste und am weitesten verbreitete Form eines regelmäßigen Reims ist der perfekte Reim oder wahre Reim. In einem perfekten Reim sind der letzte betonte Vokal und alle nachfolgenden Laute in den Reimwörtern genau gleich, was zu einer identischen Aussprache führt.
Zum Beispiel:
- „Katze“ und „Fledermaus“
- „singen“ und „bringen“
- „tief“ und „halten“
Regelmäßige Reime verleihen einem Gedicht Musikalität und rhythmischen Fluss und erzeugen beim Lesen der Verse ein zufriedenstellendes, erwartetes Reimmuster. Diese Reimwörter können am Ende von Zeilen (Zeilenendreim) oder innerhalb der Zeilen (Binnenreim) stehen. Regelmäßige Reime wurden in der gesamten Poesiegeschichte häufig verwendet und können literarischen Werken Tiefe und Abwechslung verleihen.