Was ist deine Zeit und deine Gnaden verbringen sie nach Belieben in Shakespeare?
In Shakespeares berühmtem Sonett 116 deuten die Zeilen „Die Zeit sei dein und deine Gnaden verbringe sie nach Belieben“ darauf hin, dass die geliebte Person, an die sich das Sonett wendet, sich Zeit nehmen sollte, um über die vom Sprecher zum Ausdruck gebrachte Liebe nachzudenken. Der Sprecher fordert die geliebte Person auf, sich so viel Zeit wie nötig zu nehmen, um die Liebe des Sprechers abzuwägen und eine Entscheidung darüber zu treffen, ob er sie erwidern möchte. Der Sprecher schlägt außerdem vor, dass die geliebte Person nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden sollte, ob sie die Liebe des Sprechers annimmt oder nicht. Letztendlich gibt der Redner der geliebten Person die Freiheit zu wählen und drängt sie nicht, eine Entscheidung zu treffen.