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Was bedeutet das Gedicht Clair de lune von Paul?

Das Gedicht „Clair de lune“ von Paul Verlaine vermittelt ein Gefühl von Melancholie und Besinnung im Schein des Mondlichts. Das Gedicht wird oft als Darstellung des emotionalen Zustands des Sprechers interpretiert, wobei Bilder und Symbolik verwendet werden, um eine lebendige und eindrucksvolle Atmosphäre zu schaffen.

Hier ist eine Strophen-für-Strophen-Analyse des Gedichts:

Strophe 1:

Deine Seele ist eine ausgewählte Landschaft

Wo schöne Melancholie,

Scharen blasser Reue,

Kommen Sie, um in der Stille zu grasen.

In der ersten Strophe stellt der Sprecher eine Verbindung zwischen der Seele und einer gewählten Landschaft her und deutet damit an, dass die Seele ein sorgfältig kuratierter Raum für Emotionen ist. „Schöne Melancholien“ werden als Herden blassen Bedauerns verkörpert, die ein Gefühl von Traurigkeit und Sehnsucht andeuten. Die Verwendung des Wortes „Stille“ betont die stille Selbstbeobachtung, die in dieser emotionalen Landschaft stattfindet.

Strophe 2:

Deine Augen sind die tiefen Seen

Wo Träume zum Trinken kommen

Und Sterne und der Himmel spiegeln sich.

In der zweiten Strophe werden die Augen des Sprechers mit tiefen Seen verglichen, die Träume widerspiegeln und Himmelskörper widerspiegeln. Diese Bildsprache legt nahe, dass die innere Welt des Sprechers ein Spiegel der Weiten des Universums ist und das Persönliche mit dem Kosmischen verbindet.

Strophe 3:

Dein Gesicht ist wie eine blasse Blume,

Blass wie eine traurige, schöne Königin,

Wenn sie vorbeigeht, unter dem Mond,

In ihrem langen silbernen Gewand.

In der dritten Strophe vergleicht der Sprecher das Gesicht mit einer blassen Blume und betont so das Gefühl zarter Zerbrechlichkeit. Dieses Bild wird dann mit einer traurigen, schönen Königin in Verbindung gebracht, deren Anwesenheit unter dem Mond einen Hauch von Königtum und Melancholie hervorruft. Das „lange herabhängende silberne Gewand“ verstärkt den Eindruck von Anmut und Eleganz, deutet aber auch auf eine traurige Prozession hin.

Strophe 4:

Sie, die all mein blasser Kummer ist,

Mein ganzer Traum und meine ganze Leidenschaft,

Und unter der weiten klaren Nacht,

Spricht leise und betrübt mein Herz.

In der letzten Strophe enthüllt der Sprecher die Identität der Person, die diese emotionale Landschaft besetzt:eine Frau, die die Trauer, den Traum und die Leidenschaft des Sprechers verkörpert. Sie spricht leise in der weiten, klaren Nacht, ihre Worte lasten schwer auf dem Herzen des Sprechers.

Insgesamt zeichnet das Gedicht „Clair de lune“ ein Bild von emotionaler Tiefe und Sehnsucht, wobei die Bilder einer mondbeschienenen Landschaft die innere Unruhe des Sprechers symbolisieren. Die Verwendung blasser Farben und Hinweise auf Traurigkeit suggerieren ein Gefühl der Melancholie, während die kosmischen Bilder auf eine Verbindung zwischen dem Persönlichen und dem Universellen hinweisen. Das Gedicht ist eine ergreifende Reflexion über die Komplexität menschlicher Emotionen und das Zusammenspiel von Träumen, Wünschen und Bedauern.

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