1. Die Reise des Helden:
Alice im Wunderland folgt dem Muster einer klassischen Heldenreise. Alice ist die Protagonistin, die in die außergewöhnliche Welt des Wunderlandes gerät und verschiedene Herausforderungen und Hindernisse überwinden muss, um ihren Weg zurück nach Hause zu finden. Diese archetypische Reise steht für persönliches Wachstum, Selbstfindung und den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenalter.
2. Die Spiegelwelt:
Der Spiegel dient als Portal zwischen der gewöhnlichen und der außergewöhnlichen Welt und stellt die Grenze zwischen Realität und Vorstellung dar. Es symbolisiert Alices Reise in das Reich des Unterbewusstseins, wo sie auf verschiedene allegorische Charaktere und Situationen trifft, die ihre Wahrnehmung der Welt herausfordern.
3. Das weiße Kaninchen:
Das Weiße Kaninchen ist ein Archetyp der Tricksterfigur, bekannt für seine verspielte und schelmische Natur. Der ständige Drang des Kaninchens, pünktlich zu sein, und seine Rolle als Führerin für Alice lassen auf eine Verbindung zu Zeit, Sterblichkeit und dem unermüdlichen Streben nach externen Zielen schließen.
4. Die Grinsekatze:
Die Grinsekatze ist eine archetypische Trickbetrüger- und Wächterfigur, die für ihr rätselhaftes Lächeln und ihre philosophischen Gedanken bekannt ist. Es steht für Weisheit, Intuition und die Kraft der Selbstreflexion und führt Alice durch ihre Abenteuer im Wunderland.
5. Die Königin der Herzen:
Die Königin der Herzen verkörpert den Archetyp des tyrannischen Herrschers und ruft bei den anderen Charakteren Angst und Unterwürfigkeit hervor. Ihre gewalttätigen Ausbrüche und ständigen Befehle, „den Kopf abzuziehen“, symbolisieren die Gefahren unkontrollierter Autorität und die Sinnlosigkeit blinden Gehorsams.
6. Der verrückte Hutmacher und der Märzhase:
Der verrückte Hutmacher und der Märzhase stellen den Archetyp des Trickster-Duos dar, das sich auf unsinnige Gespräche und absurde Teepartys einlässt. Sie stellen konventionelle Normen und soziale Strukturen in Frage und laden Alice ein, die irrationalen und unvorhersehbaren Aspekte des Lebens anzunehmen.
Durch die Nutzung archetypischer Kritik können Leser tiefere Einblicke in die symbolischen Schichten und universellen Themen von Alice im Wunderland gewinnen. Die archetypische Analyse verbessert das Verständnis für die Erforschung von Identität, Vorstellungskraft und der Komplexität der menschlichen Existenz im Roman und bereichert die Gesamtinterpretation des Textes.