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Analyse des Sonetts 126 William Shakespeare?

Sonett 126, geschrieben von William Shakespeare, erforscht die tiefe und dauerhafte Natur der Liebe und ihre Fähigkeit, gesellschaftliche Urteile zu überwinden. Das Sonett besteht aus 14 Versen, die in zwei Vierzeiler und ein abschließendes Couplet unterteilt sind.

Im ersten Vierzeiler denkt der Sprecher über die Kritik nach, die er von der Gesellschaft erwartet, weil er seine Liebe einem Individuum widmet, das von herkömmlichen Schönheitsstandards abweicht. Die Verwendung von Wörtern wie „falscher Vergleich“ und „Defekt“ legt nahe, dass die Gesellschaft diese Liebe aufgrund körperlicher Unvollkommenheiten als minderwertig ansieht.

Der zweite Vierzeiler befasst sich weiter mit dem unerschütterlichen Engagement des Sprechers für seine Liebe trotz dieser externen Kritik. Der Redner stellt den Wert der Bewunderung durch die Gesellschaft in Frage, wenn dies mit dem Verzicht auf echte Zuneigung einhergeht. Sie behaupten, dass ihre Liebe einzigartig sei und dass sie, auch wenn ihr die herkömmlichen Eigenschaften fehlen, in ihrer Intensität unvergleichlich bleibe.

Der abschließende Reim dient als ergreifender Abschluss und bekräftigt die Überzeugung des Sprechers von der Legitimität seiner Liebe. Mit der Aussage, dass ihre Liebe „weitaus besser ist als das Beste der Schönheit“, behauptet der Sprecher, dass die intrinsischen Qualitäten ihrer Geliebten jede äußere Attraktivität, die man bei anderen findet, übertreffen.

Im gesamten Sonett setzt Shakespeare geschickt literarische Mittel ein, um die Wirkung seiner Worte zu verstärken. Enjambment, die Fortsetzung eines Satzes über Zeilenumbrüche hinweg, erzeugt ein Gefühl von Dringlichkeit und emotionaler Intensität. Die Wiederholung von Wörtern wie „Liebe“, „Vergleichen“ und „Schönheit“ verstärkt die zentralen Themen des Sonetts. Darüber hinaus unterstreicht die Verwendung von Antithesen in den Zeilen 12-13 („Besser als das Beste der Schönheit, denn Schönheit liegt / Im Auge des Betrachters“) den Kontrast zwischen dem oberflächlichen Urteil der Gesellschaft und der echten Wertschätzung des Sprechers für seine Geliebte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sonett 126 ein Fest der Liebe ist, das über gesellschaftliche Normen und körperliche Erscheinungen hinausgeht. Shakespeare vermittelt eindringlich die Botschaft, dass wahre Liebe gegenüber Fehlern blind ist und unabhängig von äußerer Bestätigung existiert, und macht es zu einer zeitlosen Erkundung einer der tiefgreifendsten Emotionen, die die Menschheit kennt.

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