Höfliche Liebe: :Maries Schriften spiegeln das Konzept der höfischen Liebe wider. In „Lanval“ verlangt die Feenherrin von ihrem Geliebten Loyalität und Geheimhaltung.
Sexuelle Gewalt :Marie erkennt sexuelle Gewalt gegen Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft an. Sie schreibt über die Verletzlichkeit und Machtlosigkeit, die Frauen in der Ehe erfahren können, und über die Schwierigkeiten, die mit der Suche nach Zuflucht vor Missbrauch verbunden sind.
Soziale Erwartungen :Sie untersucht die gesellschaftlichen Zwänge, denen Adligeinnen ausgesetzt sind, und konzentriert sich dabei auf ihre begrenzte Autonomie und Möglichkeiten. In ihren Lais sind arrangierte Ehen ein häufiges Merkmal und oft eine Quelle von Konflikten.
Rollen und Erwartungen :Marie schreibt über die Rolle der Frau in der Ehe und stellt sie oft sowohl als Quelle der Loyalität und Zuneigung als auch als emotionale und sexuelle Objekte für ihre Ehemänner dar.
Feministische Kritik: . Einige Wissenschaftler argumentieren, dass die Arbeit von Marie de France eine subtil feministische Perspektive hat und eine aufschlussreiche Kritik an Geschlechterrollen und sozialen Einschränkungen von Frauen in der mittelalterlichen Gesellschaft bietet.