1. Rache :Abigail hegt einen Groll gegen John Proctor, einen angesehenen Mann in Salem, weil er ihre Annäherungsversuche zurückgewiesen und ihre illegale Affäre gebrochen hat. Sie will seinen Ruf ruinieren und ihn dafür bestrafen, dass er sie zurückgewiesen hat.
2. Macht und Einfluss :Abigail sehnt sich nach Macht und Einfluss in der puritanischen Gemeinde Salem. Sie sieht in den Hexenprozessen eine Chance, Kontrolle und Autorität zu erlangen, indem sie unschuldige Menschen der Hexerei beschuldigt.
3. Sicherheit und soziales Ansehen :Abigails Familie hat eine bewegte Vergangenheit und sie strebt nach Akzeptanz und Sicherheit in der Gemeinschaft. Sie glaubt, dass sie durch ihre Rolle als zentrale Figur in den Hexenprozessen ein Zugehörigkeitsgefühl aufbauen und ihre gesellschaftliche Stellung verbessern kann.
4. Liebe und Aufmerksamkeit :Trotz ihrer manipulativen und rachsüchtigen Natur sehnt sich Abigail auch nach Liebe und Aufmerksamkeit. Sie fühlt sich zu John Proctor hingezogen und möchte, dass er ihre Gefühle erwidert, obwohl sie weiß, dass er verheiratet ist.
5. Flucht aus der Realität :Abigails Beteiligung an den Hexenprozessen ermöglicht es ihr, der harten Realität ihres Lebens und der Heuchelei der puritanischen Gesellschaft, in der sie lebt, zu entkommen. In den Anschuldigungen, die sie vorbringt, empfindet sie ein Gefühl der Ermächtigung und Bestätigung.
Im Verlauf des Stücks werden Abigails Wünsche immer offensichtlicher und ihre Handlungen haben verheerende Folgen für viele unschuldige Menschen in Salem. Ihre Beweggründe spielen eine entscheidende Rolle im sich entfaltenden Drama und der Auseinandersetzung mit Themen wie Macht, Manipulation und den Gefahren der Massenhysterie.