Nationalität :San Martín stammte aus Argentinien und spielte eine entscheidende Rolle bei der Unabhängigkeit Argentiniens, Chiles und Perus. Louverture hingegen wurde in Saint-Domingue (heute Haiti) geboren und führte die haitianische Revolution an, die zur Gründung der ersten von Schwarzen geführten Republik in der westlichen Hemisphäre führte.
Zeitraum :San Martíns Militärkampagnen und politische Aktivitäten fanden hauptsächlich zwischen 1810 und 1823 statt. Louvertures Führung und Beteiligung an der haitianischen Revolution erfolgte zwischen 1791 und 1802.
Militärische Strategien :San Martín war ein erfahrener Militärstratege, der konventionelle Kriegstaktiken anwendete und Armeen in mehreren wichtigen Schlachten anführte, darunter den Schlachten von Chacabuco und Maipú. Louverture hingegen nutzte Guerillakriegstaktiken, um die französischen Streitkräfte in Haiti wirksam zu bekämpfen. Seine Kenntnis des Geländes und der Einsatz von Fahrerflucht-Taktiken waren entscheidend für den Erfolg der haitianischen Revolution.
Politische Ansichten :San Martín vertrat gemäßigtere politische Ansichten und glaubte an die Gründung unabhängiger Nationalstaaten in Südamerika. Louverture hingegen war ein radikaler Revolutionär, der sich für die völlige Abschaffung der Sklaverei und die Errichtung einer auf Rassengleichheit basierenden Gesellschaft einsetzte.
Auswirkungen auf die Abschaffung der Sklaverei :San Martín unterstützte die Abschaffung der Sklaverei, machte sie jedoch nicht zum Mittelpunkt seiner Kampagnen. Louverture machte jedoch die Abschaffung der Sklaverei zu einem vorrangigen Ziel der haitianischen Revolution und erreichte sie 1804 erfolgreich.
Während sich sowohl San Martín als auch Louverture der Sache der Unabhängigkeit verschrieben hatten, unterschieden sich ihre Hintergründe, militärischen Strategien, politischen Überzeugungen und ihr Einfluss auf die Institution der Sklaverei, sodass ihre Errungenschaften im Kontext ihrer jeweiligen Kämpfe deutlich zu erkennen waren.