Welche Beziehung hat Vater zu den Themen Macht und Freundschaften Frankensteins?
Vaterschaft ist ein komplexes und vielschichtiges Thema in Mary Shelleys Frankenstein. In gewisser Weise kann es als Metapher für den kreativen Prozess selbst gesehen werden. Victor Frankenstein, der Protagonist des Romans, erschafft in Gestalt des Monsters ein neues Leben, doch er ist schnell entsetzt über seine Schöpfung und gibt sie auf. Diese Aufgabe kann als ein Scheitern der Vaterschaft angesehen werden, da Victor keine Verantwortung für das von ihm geschaffene Geschöpf übernimmt.
Das Thema Vaterschaft ist auch eng mit dem Thema Freundschaft verbunden. Im Roman hat Victor zwei enge Freunde:Henry Clerval und Elizabeth Lavenza. Henry ist ein treuer und unterstützender Freund, aber letztendlich ist Elizabeth diejenige, die Victor heiratet und seine Frau wird. Dies deutet darauf hin, dass eine echte Freundschaft, wie etwa mit Henry, es einem ermöglicht, einige der traditionellen und patriarchalischen Machtstrukturen zu überwinden, die durch die Vaterschaft repräsentiert werden.