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Wie war die Monarchie, als Shakespeare lebte?

Die Monarchie und Shakespeares Stücke

William Shakespeare lebte während der Herrschaft mehrerer Monarchen, von Königin Elizabeth I. bis König James I. Die Monarchie spielte zu Shakespeares Zeiten eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung der sozialen, politischen und kulturellen Landschaft Englands und beeinflusste seine Stücke auf verschiedene Weise:

1. Schirmherrschaft: Die Monarchie war ein prominenter Förderer der Künste, einschließlich des Theaters. Königin Elizabeth und König James I. waren beide begeisterte Theaterbesucher und Unterstützer von Shakespeares Werken. Shakespeares Stücke wie „Heinrich V.“ und „König Lear“ spiegelten oft die politischen und sozialen Themen ihrer Zeit wider und zollten dem regierenden Monarchen Tribut.

2. Politische Themen: Shakespeares Stücke befassten sich häufig mit Themen wie Führung, Machtkämpfen und den Folgen politischer Entscheidungen, wie in „Richard III“ und „Macbeth“ zu sehen ist. Diese Themen spiegelten die Konflikte innerhalb der Monarchie und die komplexe politische Dynamik der elisabethanischen und jakobinischen Ära wider.

3. Historische Genauigkeit: Shakespeares historische Stücke wie die „Henriad“-Tetralogie und „Richard III.“ bezogen sich auf historische Ereignisse und Figuren aus der Vergangenheit Englands. Diese Stücke stellten oft die Machtkämpfe und die moralische Komplexität der königlichen Herrschaft dar und boten Einblicke in die Herausforderungen und Komplexitäten der Monarchie.

4. Königliche Bildsprache und Symbolik: Shakespeares Stücke verwendeten oft königliche Bilder und Symbolik, um ein Gefühl von Größe und Respekt für die Monarchie zu vermitteln. Charaktere verwendeten oft eine erhabene Sprache und Titel, um Könige, Königinnen und Mitglieder des königlichen Hofes anzusprechen, was die soziale Hierarchie der Zeit widerspiegelte.

5. Moralische Erforschung: Shakespeares Stücke untersuchten moralische Dilemmata wie Ehrgeiz, Verrat und Korruption der Macht im Kontext königlicher und höfischer Schauplätze. Diese Themen fanden großen Anklang beim Publikum, das sich der prekären Balance zwischen Moral und politischer Notwendigkeit in der Monarchie bewusst war.

6. Spiegelung der Gesellschaft: Shakespeares Stücke spiegelten die umfassenderen gesellschaftlichen Veränderungen und Spannungen der Zeit wider, darunter die veränderte Haltung gegenüber der Monarchie und den Aufstieg des Individualismus. Seine Werke geben einen Einblick in die sich verändernde soziale und politische Dynamik des elisabethanischen und jakobinischen Englands.

7. Zensur und Einfluss: Die Monarchie hatte durch die Zensur auch indirekten Einfluss auf Shakespeares Werk. Theaterstücke wurden einer genauen Prüfung unterzogen und konnten mit Einschränkungen belegt werden, wenn sie als politisch heikel oder moralisch anstößig erachtet wurden. Dies veranlasste Shakespeare, Vorsicht walten zu lassen und seine Stücke anzupassen, um mögliche Konflikte mit der Agenda der Monarchie zu vermeiden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Monarchie zu Shakespeares Zeiten einen tiefgreifenden Einfluss auf seine Stücke hatte und die Themen, Charaktere, Sprache und den Kontext seiner dramatischen Werke prägte. Shakespeares Stücke sind nach wie vor ein Schatz an Erkenntnissen über die komplexe Beziehung zwischen Monarchie, Politik und Gesellschaft in England im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert.

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