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Was hat die Beulenpest damals mit Shakespeare gemacht?

Die Beulenpest, auch Schwarzer Tod genannt, hatte erhebliche Auswirkungen auf Shakespeares Theater und die elisabethanische Ära insgesamt. So wirkte es sich auf Shakespeares Theater aus:

1. Theaterschließungen:

Bei Pestausbrüchen ordnete die Regierung häufig die Schließung öffentlicher Räume, einschließlich Theater, an, um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Dies bedeutete, dass Shakespeares Theatergruppe, die Lord Chamberlain's Men (später bekannt als King's Men), über längere Zeiträume nicht auftreten konnte.

2. Reduzierte Teilnahme:

Selbst als die Theater wieder geöffnet werden durften, war der Besucherandrang aus Angst vor einer Ansteckung stark beeinträchtigt. Viele Menschen mieden öffentliche Versammlungen, einschließlich Theateraufführungen, um das Risiko einer Ansteckung mit der Pest zu minimieren.

3. Finanzielle Verluste:

Die Schließung von Theatern und die geringere Besucherzahl führten zu erheblichen finanziellen Verlusten für Theatergruppen, darunter auch Shakespeare’s. Ohne Einnahmen aus Aufführungen gerieten Schauspieler, Dramatiker und Theaterbesitzer in wirtschaftliche Schwierigkeiten.

4. Anpassungen und Innovationen:

Um den Herausforderungen der Pest gewachsen zu sein, mussten Theatergruppen sich anpassen und kreative Lösungen finden. Um das Infektionsrisiko zu verringern, führten einige Unternehmen ihre Auftritte auch im Freien durch, zum Beispiel in Innenhöfen oder Gasthöfen. Shakespeare selbst schrieb Stücke mit kleinerer Besetzung und einfacherem Bühnenbild, um die Produktionskosten zu minimieren.

5. Themen der Sterblichkeit und der Pest:

Die Erfahrung der Pest beeinflusste Shakespeares Schreiben und die Themen, die er in seinen Stücken behandelte. Viele seiner Werke, darunter „Hamlet“, „König Lear“ und „Der Sturm“, thematisieren Sterblichkeit, Krankheit und die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens.

6. Vorläufiges Ende von Shakespeares Karriere:

Bei besonders schweren Pestausbrüchen wurde Shakespeares Theaterkarriere vorübergehend unterbrochen. Er hörte auf, Theaterstücke zu schreiben und aufzuführen, und konzentrierte sich möglicherweise auf andere Aktivitäten, wie das Schreiben von Sonetten oder die Überarbeitung bestehender Werke.

Insgesamt stellte die Beulenpest das Shakespeare-Theater und die elisabethanische Theaterszene vor große Herausforderungen und führte zu Schließungen, geringeren Zuschauerzahlen und finanziellen Schwierigkeiten. Es inspirierte jedoch auch Shakespeares Kreativität und beeinflusste die Themen, die er in seinen Stücken behandelte.

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