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Wie war es, zu Shakespeares Zeiten arm zu sein?

Armut war zu Shakespeares Zeiten, die sich im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert in England erstreckte, für einen erheblichen Teil der Bevölkerung eine weit verbreitete und harte Realität. Hier ist ein Überblick darüber, wie es war, zu Shakespeares Zeiten arm zu sein:

1. Soziale Schichtung:Die elisabethanische Gesellschaft war stark geschichtet, mit einer klaren Unterscheidung zwischen der wohlhabenden Oberschicht und der ärmeren Unterschicht. Die Armen wurden oft als „die Vulgären“, „die Gemeineren“ oder „das einfache Volk“ bezeichnet.

2. Wirtschaftliche Bedingungen:Die Wirtschaft war hauptsächlich landwirtschaftlich geprägt und viele der Armen arbeiteten als Landarbeiter, Bedienstete oder Tagelöhner. Die Löhne waren niedrig und wirtschaftliche Abschwünge oder schlechte Ernten konnten zu weitverbreiteter Arbeitslosigkeit und Armut führen.

3. Wohnen:Die Armen lebten typischerweise in überfüllten und unhygienischen Unterkünften, oft in Slums, Gassen oder Kellern. Diesen Wohnungen mangelte es an grundlegenden Annehmlichkeiten, sie waren anfällig für Krankheitsausbrüche und boten wenig Privatsphäre.

4. Nahrung und Ernährung:Die Armen hatten nur begrenzten Zugang zu nahrhaften Lebensmitteln. Ihre Ernährung bestand oft aus billigen Grundnahrungsmitteln wie Brot, Brei und Gemüse. Fleisch war knapp und oft den Reichen vorbehalten. Unterernährung und Hunger waren weit verbreitet.

5. Zugang zur Gesundheitsversorgung:Die Gesundheitsversorgung war knapp und rudimentär, und die Armen hatten nur begrenzten Zugang zu medizinischer Versorgung. Zur Befriedigung grundlegender medizinischer Bedürfnisse verließen sie sich auf traditionelle Heilmittel, Volksmedizin oder Wohltätigkeitsorganisationen religiöser Institutionen.

6. Betteln und Landstreichen:Viele verarmte Menschen griffen auf Betteln oder Landstreichen zurück, um zu überleben. Allerdings wurden diese Aktivitäten oft kriminalisiert und es konnten harte Strafen verhängt werden, darunter Auspeitschen, Inhaftierung oder Brandmarkung.

7. Arme Gesetze und Erleichterung:Obwohl es in dieser Zeit schlechte Gesetze gab, waren sie nicht immer wirksam bei der Linderung der Armut. Diese Gesetze konzentrierten sich oft auf die Regulierung von Bettlern und die Bestrafung von Vagabunden und nicht auf die Bereitstellung echter Hilfe für Bedürftige.

8. Diskriminierung und soziale Stigmatisierung:Die Armen wurden von den wohlhabenderen Klassen diskriminiert und sozial stigmatisiert. Sie galten als faul, unmoralisch und verdienten weder Mitgefühl noch Hilfe.

9. Hohe Sterblichkeitsraten:Armut war eng mit hohen Sterblichkeitsraten aufgrund von Unterernährung, schlechten sanitären Einrichtungen und mangelnder Gesundheitsversorgung verbunden. Die Lebenserwartung der Armen war deutlich geringer als die der Reichen.

10. Begrenzte Möglichkeiten für soziale Mobilität:Die soziale Mobilität war für diejenigen, die in Armut geboren wurden, begrenzt. Bildung und Aufstiegschancen waren in erster Linie der Oberschicht vorbehalten, wodurch sich der Kreislauf der Armut fortsetzte.

Alles in allem war Armsein zu Shakespeares Zeiten eine herausfordernde und prekäre Existenz, die von wirtschaftlicher Not, sozialer Stigmatisierung und begrenzten Möglichkeiten zur Besserung geprägt war.

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