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Welche Aspekte der elisabethanischen Kultur haben Shakespeare beeinflusst, als er seine Stücke schrieb?

William Shakespeare, bekannt als der Barde von Avon, war eine herausragende Persönlichkeit der elisabethanischen Ära und wurde zweifellos von der ihn umgebenden Gesellschaft und Kultur beeinflusst. Hier sind einige Aspekte der elisabethanischen Kultur, die seine Stücke beeinflusst haben:

1. Mäzenatentum und höfische Kultur:

Shakespeares Karriere als Dramatiker wurde stark von der Schirmherrschaft Elisabeths I. und dem Tudor-Hof beeinflusst. Seine Stücke enthielten oft Elemente, die den Interessen und Vorlieben des königlichen Hofes entsprachen, wie etwa eine ausgefeilte Sprache, historische Bezüge und allegorische Kommentare zu politischen und sozialen Themen.

2. Religiöse und politische Unruhen:

Die Regierungszeit von Elisabeth I. war von religiösen Konflikten geprägt, wobei verschiedene Fraktionen um die Macht konkurrierten. Katholiken, Protestanten und Puritaner hatten alle unterschiedliche Überzeugungen und Praktiken, die sich auf die soziale Dynamik, persönliche Beziehungen und die Politik auswirkten. Shakespeares Stücke spiegelten oft diese Turbulenzen wider und befassten sich mit religiösen Themen wie Reue und göttlicher Gerechtigkeit sowie der Natur politischer Autorität.

3. Soziale Hierarchie:

Die elisabethanische Gesellschaft war stark geschichtet, mit einer klaren Trennung zwischen Adel, Adel und Bürgern. In Shakespeares Stücken ging es oft um die Dynamik der Klassenbeziehungen, die Komplexität des sozialen Status und die Spannungen zwischen verschiedenen sozialen Gruppen.

4. Geschlechterrollen:

Die Geschlechterrollen in der elisabethanischen Gesellschaft waren streng definiert, wobei von Frauen erwartet wurde, dass sie unterwürfig, keusch und gehorsam sind. Shakespeares Darstellung von Frauen in seinen Stücken wurde von diesen gesellschaftlichen Normen beeinflusst, aber er stellte diese Erwartungen durch einige seiner weiblichen Figuren auch in Frage und unterwanderte sie.

5. Kulturelle Vielfalt und Erkundung:

Zu Shakespeares Zeiten wuchs das Interesse an Erkundungen, Entdeckungen und Begegnungen mit verschiedenen Kulturen. Dieses Interesse spiegelte sich in seinen Stücken wider, die oft exotische Schauplätze, fremde Charaktere und Begegnungen zwischen verschiedenen Zivilisationen zeigten.

6. Der Aufstieg des Theaters:

Theater war im elisabethanischen Zeitalter eine beliebte Form der Unterhaltung und zog Publikum aus allen sozialen Schichten an. Shakespeares Stücke wurden speziell für das Theater geschrieben, und er verstand die Theaterkonventionen und Vorlieben seiner Zeit und schuf seine Dramen mit fesselnden Handlungen, Humor und einprägsamen Dialogen.

7. Elisabethanische Sprache:

Die englische Sprache war zu Shakespeares Zeiten reich, lebendig und erlebte eine rasante Entwicklung. Shakespeares Beherrschung der Sprache, seine Fähigkeit, lebendige Bilder zu schaffen, und seine Erfindung neuer Wörter und Phrasen wurden von den sprachlichen Entwicklungen dieser Zeit beeinflusst.

Insgesamt wurde Shakespeare stark von der kulturellen, sozialen, politischen und sprachlichen Landschaft des elisabethanischen Englands beeinflusst. Seine Stücke reflektieren und erforschen auf brillante Weise die Werte, Überzeugungen und Komplexitäten seiner Zeit.

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