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Wie interpretieren Sie Arthur Millers Aussage, dass John und Elizabeth in einer Welt jenseits der darüber liegenden Trauer leben?

Im vierten Akt von Arthur Millers Stück „The Crucible“ bemerkt Reverend Hale:„John Proctor ist nicht nur schuldlos; er hatte die Tat eines ehrlichen Mannes getan.“ Seine Aussage unterstreicht die moralische Integrität und den inneren Adel, die John und Elizabeth Proctor selbst inmitten der tragischen Umstände des Stücks verkörpern.

Miller porträtiert John und Elizabeth als Bewohner einer Welt „jenseits des Kummers, darüber“ und betont, dass sie das allgegenwärtige Leid und die Dunkelheit des Stücks überwinden. In diesem Bereich geht es nicht um emotionale Distanziertheit oder Gleichgültigkeit, sondern vielmehr um tiefes Verständnis, Akzeptanz und Widerstandsfähigkeit angesichts extremer Widrigkeiten.

So kann diese Aussage interpretiert werden:

1. Moralische Standhaftigkeit:

John und Elizabeth bleiben standhaft in ihren moralischen Überzeugungen und ihrer persönlichen Ethik, selbst als ihre Welt in Chaos und Ungerechtigkeit versinkt. Sie stellen Wahrheit, Integrität und den Schutz unschuldiger Leben vor Selbsterhaltung oder sozialem Komfort. Dieser unerschütterliche moralische Kompass erhebt sie über die Kleinlichkeit, Täuschung und Heuchelei, die Salems Gesellschaft prägen.

2. Unzerbrechliche Bindung:

John und Elizabeth verbindet eine tiefe und unzerstörbare Bindung, die auf Liebe, gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Werten beruht. Ihre Verbindung bietet inmitten der Turbulenzen eine Quelle der Stärke und des Trostes und ermöglicht es ihnen, belastbar und sich selbst treu zu bleiben. Ihre Liebe geht über die körperliche Trennung und die Todesdrohung hinaus.

3. Transzendenz des Leidens:

Während sie unter den falschen Anschuldigungen und Verfolgungen sehr leiden, entscheiden sich John und Elizabeth dafür, sich nicht von ihrer Qual verzehren zu lassen. Stattdessen finden sie Kraft und Sinn in ihrem Leiden und nutzen es als Katalysator für persönliches Wachstum, moralische Klarheit und den Einsatz für Gerechtigkeit.

4. Hoffnung auf Erlösung:

Johns Entscheidung zu gestehen und Elizabeths unerschütterlicher Glaube an seine Güte deuten auf einen Hoffnungsschimmer auf Erlösung und Erneuerung in einer von Angst, Misstrauen und moralischem Verfall geplagten Gesellschaft hin. Ihre Charaktere bieten einen möglichen Weg zur Heilung und zum Wiederaufbau nach der Zerstörung durch die Hexenprozesse.

5. Symbolische Darstellung:

Die Überwindung von Kummer und äußerem Aufruhr durch John und Elizabeth kann als Metapher für die menschliche Fähigkeit zur Widerstandsfähigkeit und die Kraft der Liebe und Integrität angesichts überwältigender Umstände angesehen werden. Sie stellen ein moralisches Leuchtfeuer dar, das durch die Dunkelheit des Stücks scheint.

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