Zu den Themen, die Wharton in ihrem Schreiben untersuchte, gehören:
- Soziale Ungleichheit: Whartons Arbeit befasste sich oft mit der Klassenunterschiede und der Notlage der weniger Glücklichen. In ihren Romanen „The House of Mirth“ (1905) und „The Custom of the Country“ (1913) schilderte sie die Kämpfe von Frauen, die in ihren sozialen Rollen und ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit von Männern gefangen sind.
- Geschlechterrollen: Whartons Schriften stellten oft traditionelle Geschlechternormen in Frage. In ihren Romanen Ethan Frome (1911) und Summer (1917) untersuchte sie die Notlage von Frauen, denen in der von Männern dominierten Gesellschaft Selbstentfaltung und Erfüllung verwehrt blieben.
- Ehebruch und moralische Ambiguität: Whartons Charaktere waren oft in komplexen Netzen ehelicher Untreue und moralischer Dilemmata gefangen. In ihren Romanen The Age of Innocence (1920) und The Reef (1912) untersuchte sie die verschwommene Grenze zwischen gesellschaftlichen Konventionen und persönlicher Moral.
- Kulturelle Identität und Ausbürgerung: Whartons Arbeit untersuchte auch die Erfahrungen der in Europa lebenden Amerikaner. In ihren Romanen „Das Tal der Entscheidung“ (1902) und „Die Belohnung der Mutter“ (1925) schilderte sie die Spannung zwischen der alten und der neuen Welt und die Herausforderungen, denen sich diejenigen gegenübersehen, die zwischen verschiedenen kulturellen Identitäten gefangen sind.
Whartons Werk ist für seine psychologische Tiefe, seine sozialen Kommentare und seinen eleganten Schreibstil bekannt. Sie war eine der ersten amerikanischen Schriftstellerinnen, die internationale Anerkennung erlangte, und ihre Werke werden weiterhin viel gelesen und studiert.