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Wie wurden Protestanten im elisabethanischen England behandelt?

Die Behandlung der Protestanten im elisabethanischen England war komplex und vielfältig und wurde von einer Reihe von Faktoren beeinflusst, darunter dem politischen Klima, den religiösen Überzeugungen des Einzelnen und seinem sozialen Status. Hier ist eine Aufschlüsselung:

Im Allgemeinen tolerant, aber mit Grenzen:

* Gründung der Church of England: Elisabeth I. suchte einen Mittelweg und etablierte die Church of England als gemäßigte protestantische Kirche. Dies war ein Kompromiss zwischen Katholizismus und radikalem Protestantismus.

* Unterdrückung des Katholizismus: Obwohl Elizabeth den Protestanten gegenüber tolerant war, war sie entschlossen, den Katholizismus zu unterdrücken. Dies führte zur Verfolgung katholischer Priester und zur Hinrichtung derjenigen, die als Bedrohung für die Krone galten, wie etwa Maria, Königin der Schotten.

* Puritanismus: Einige Protestanten, sogenannte Puritaner, waren der Meinung, dass die Kirche von England nicht ausreichend reformiert worden sei, und suchten nach weiteren Veränderungen. Sie wurden im Allgemeinen toleriert, sahen sich jedoch mit zunehmenden Anforderungen zunehmendem Druck ausgesetzt.

Besonderheiten:

* Klerus: Protestantische Geistliche, die sich der Church of England anschlossen, waren im Allgemeinen sicher. Diejenigen, die sich weigerten, sich anzupassen, sogenannte „Nonkonformisten“, mussten mit Geldstrafen, Gefängnis und sogar dem Exil rechnen.

* Laien: Die meisten einfachen Protestanten konnten ihren Glauben relativ frei ausüben, solange sie der Krone treu blieben und die etablierte Ordnung nicht offen in Frage stellten.

* Sozialstatus: Wohlhabende und einflussreiche Protestanten wurden oft von der Krone bevorzugt, während die unteren Klassen anfälliger für Verfolgung waren.

* Regionale Variationen: Die Behandlung der Protestanten war geografisch unterschiedlich. Gebiete mit einer starken katholischen Bevölkerung erlebten mehr Verfolgung, während Gebiete mit einer stärker protestantischen Bevölkerung im Allgemeinen toleranter waren.

Wichtige Ereignisse:

* Die Marienverfolgungen (1553-1558): Während der Herrschaft Marias I. wurden Tausende Protestanten verfolgt, viele wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Diese Zeit intensiver Verfolgung schürte die protestantische Stimmung und machte Elisabeths Religionspolitik vorsichtiger.

* Die elisabethanische Religionssiedlung (1559): Dadurch wurde die Church of England als offizielle Religion mit einer eigenen Liturgie und Lehre etabliert.

* Der Akt der Einheitlichkeit (1559): Dies erforderte, dass sich alle Geistlichen an die neuen Lehren und Praktiken der Church of England anpassten.

* Der Akt der Vorherrschaft (1559): Dadurch wurde Elisabeth I. als oberstes Oberhaupt der Kirche von England bestätigt und ihre Macht und Autorität weiter gefestigt.

Insgesamt:

Unter Elisabeth I. herrschte eine Zeit relativer religiöser Toleranz gegenüber Protestanten, wobei die Church of England die etablierte Religion war. Während viele Protestanten die Religionsfreiheit genossen, wurden diejenigen, die erheblich von den akzeptierten Lehren abwichen, insbesondere Katholiken und radikale Puritaner, unterschiedlich stark verfolgt.

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