Deshalb war ihre Arbeit umstritten:
* Soziale und religiöse Normen: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Diskussion über Sex und Verhütung tabu. Sangers Eintreten stellte traditionelle religiöse und soziale Normen in Frage, die Geburtenkontrolle als unmoralisch und sündhaft betrachteten.
* Eugenik: Sangers frühe Schriften und einige ihrer Handlungen standen im Einklang mit der Eugenik-Bewegung, die darauf abzielte, die Menschheit durch selektive Züchtung zu verbessern. Sie glaubte, dass es der Gesellschaft zugute kommen würde, die Zahl der Kinder bestimmter Gruppen zu begrenzen, insbesondere derjenigen, die sie als „untauglich“ erachtete. Obwohl sie sich später von dieser Position distanzierte, waren ihre früheren Schriften und ihre Kontakte zu Eugenikern weiterhin ein Streitpunkt.
* Zugang zur Gesundheitsversorgung: Sangers Arbeit löste auch Debatten über den Zugang von Frauen zur Gesundheitsversorgung aus. Ihre Bemühungen, Informationen und Zugang zu Verhütungsmitteln bereitzustellen, wurden als Stärkung der Frauen angesehen, stießen jedoch auch auf den Widerstand derjenigen, die glaubten, dass Frauen keine Kontrolle über ihre Fortpflanzungsentscheidungen haben sollten.
Es ist wichtig zu beachten:
* Sangers Erbe ist komplex: Obwohl sie eine entscheidende Rolle im Kampf für reproduktive Rechte spielte, sind ihre frühen Verbindungen zur Eugenik nach wie vor Anlass für Kontroversen.
* Moderne feministische Bewegungen: Viele moderne feministische Bewegungen haben sich von Sangers Frühwerk distanziert und sich darauf konzentriert, sich für reproduktive Rechte für alle Menschen einzusetzen, unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund oder ihrer Genetik.
Letztlich ist das Erbe von Margaret Sanger komplex. Ihre Arbeit hat zweifellos zum Fortschritt der reproduktiven Rechte von Frauen beigetragen, trägt aber auch den Makel ihrer frühen Verbindungen zur Eugenik-Bewegung in sich.