1. Oberflächlichkeit: Aronson argumentiert, dass sich der „Small-World-Multikulturalismus“ auf oberflächliche Aspekte verschiedener Kulturen konzentriert, die oft auf bereinigte und kommerzialisierte Weise präsentiert werden. Dies führt zu einem oberflächlichen Verständnis anderer Kulturen und geht nicht auf die Komplexität und Nuancen unterschiedlicher kultureller Erfahrungen ein.
2. Mangel an Tiefe: Aronson kritisiert die Tendenz, Kulturen als statisch und unveränderlich zu behandeln und dabei die Vielfalt innerhalb und die Entwicklung von Kulturen im Laufe der Zeit nicht anzuerkennen. Er plädiert für ein tieferes Verständnis der Kulturen und erkennt deren Komplexität und Fließfähigkeit an.
3. Tokenismus: Aronson glaubt, dass „Kleinwelt-Multikulturalismus“ symbolischer Natur sein kann und sich darauf konzentriert, Vielfalt durch oberflächliche Gesten zu feiern, anstatt sich mit den Herausforderungen und Realitäten verschiedener Kulturen auseinanderzusetzen. Er argumentiert, dass dieser oberflächliche Ansatz zu einem Mangel an echtem Verständnis und Empathie zwischen verschiedenen Gruppen beitragen kann.
4. Kulturelle Aneignung: Aronson befürchtet, dass der „Kleinwelt-Multikulturalismus“ zu kultureller Aneignung führen kann, bei der Elemente einer Kultur übernommen und für kommerzielle oder Unterhaltungszwecke verwendet werden, ohne ihre kulturelle Bedeutung zu respektieren. Er glaubt, dass dies respektlos und ausbeuterisch sein kann.
5. Abteilung für Förderung: Aronson argumentiert, dass der „Kleinwelt-Multikulturalismus“ unbeabsichtigt Spaltung fördern kann, indem er sich auf Unterschiede statt auf Gemeinsamkeiten konzentriert. Er glaubt, dass es wichtig ist, die gemeinsame Menschlichkeit und Verbundenheit aller Menschen anzuerkennen, unabhängig von ihrem kulturellen Hintergrund.
Alternativer Ansatz: Aronson plädiert für einen tieferen, differenzierteren Ansatz zum Verständnis verschiedener Kulturen. Er betont die Bedeutung der kritischen Auseinandersetzung mit verschiedenen kulturellen Perspektiven, der Würdigung ihrer Komplexität und Fließfähigkeit und der Anerkennung der Vernetzung verschiedener Kulturen in einer globalisierten Welt.
Im Wesentlichen ist Aronsons Kritik am „Small-World-Multikulturalismus“ ein Aufruf zu einem tieferen Verständnis und Respekt für verschiedene Kulturen jenseits oberflächlicher Gesten und kommerzialisierter Darstellungen.