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Wie gingen Königin Elizabeth 1 und James mit den Puritanern um?

Königin Elisabeth I. und König Jakob I. gingen im Umgang mit den Puritanern sehr unterschiedlich vor.

Königin Elisabeth I. (1558-1603)

* Tolerant, aber standhaft: Obwohl Elizabeth eine überzeugte Anhängerin der Church of England war, war sie gegenüber dem puritanischen Glauben toleranter als viele ihrer Berater. Sie erlaubte einige puritanische Praktiken, wie das Tragen von Zivilkleidung und die Verwendung der Genfer Bibel. Sie erlaubte auch einigen puritanischen Predigern, Positionen innerhalb der Kirche zu bekleiden, solange sie ihr und der etablierten Ordnung treu blieben.

* Unterdrückung des Radikalismus: Allerdings zog Elisabeth eine klare Linie gegen den radikalen Puritanismus. Sie glaubte, dass die Kirche von England die beste Form des Christentums sei und keine Versuche, sie zu stürzen, dulden würde. Sie verfolgte einige der radikalsten Puritaner, die die Kirche noch weiter reformieren wollten, als sie erlaubte. Bemerkenswerte Beispiele sind die Inhaftierung von Thomas Cartwright und die Hinrichtung von Edmund Campion.

* Das Buch des gemeinsamen Gebets: Elizabeth war eine Verfechterin des Book of Common Prayer, das ein Schlüsselelement der Church of England war. Die Puritaner hielten es für zu katholisch und wollten den Gottesdienst vereinfachen und reinigen. Elisabeths Beharren auf dem Book of Common Prayer sorgte für ständige Spannungen mit den Puritanern.

* Politische Überlegungen: Elizabeths Ansatz war pragmatisch. Sie erkannte die wachsende Stärke des Puritanismus, wusste aber auch, dass die Church of England ein Eckpfeiler ihrer Autorität war. Sie befürchtete, dass es zu Instabilität und sogar Rebellion führen könnte, wenn man den Puritanern zu viel Freiheit gewährte.

König James I. (1603-1625)

* Erstunterkunft: James I., ein überzeugter Verfechter des göttlichen Rechts der Könige, glaubte, dass die Kirche von England unter seiner Autorität vereint werden sollte. Er versuchte zunächst, die Puritaner mit einigen Zugeständnissen zu besänftigen, beispielsweise mit der Hampton-Court-Konferenz von 1604.

* Wachsende Frustration: James war zunehmend frustriert über die unerbittlichen Forderungen des Puritaners nach weiteren Reformen, die er als Herausforderung für seine Autorität ansah. Er empfand ihre Forderungen als Angriff auf die bestehende Ordnung und als Bedrohung seiner eigenen Position.

* Der „Gunpowder Plot“ und danach: Der Schießpulveranschlag von 1605, ein Versuch, James zu ermorden und das Parlament in die Luft zu sprengen, wurde von James als ein Produkt des puritanischen Extremismus angesehen. Dieses Ereignis verschärfte seine Haltung gegenüber den Puritanern und führte zu einer Unterdrückung ihrer Aktivitäten.

* Das „Buch des Sports“: James‘ Erklärung zum „Buch des Sports“ im Jahr 1618, die Freizeitaktivitäten an Sonntagen erlaubte, erzürnte die Puritaner zusätzlich. Sie betrachteten dies als Verletzung des Sabbats und als Zeichen der Gleichgültigkeit Jakobus gegenüber ihren religiösen Anliegen.

Zusammenfassung:

* Elisabeth I. war ein Pragmatiker, der versuchte, mit den Puritanern umzugehen, indem er eine gewisse Flexibilität ermöglichte und gleichzeitig den Radikalismus entschieden unterdrückte.

* Jakobus I. wurde zunehmend feindseliger gegenüber den Puritanern und betrachtete sie als Bedrohung seiner Autorität und der Kirche von England. Unter seiner Herrschaft kam es zu einem härteren Vorgehen gegen puritanische Aktivitäten.

Beide Monarchen standen vor der Herausforderung, mit der wachsenden Macht und dem wachsenden Einfluss des Puritanismus umzugehen, mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Die während ihrer Herrschaft gesäten Konflikte führten schließlich im 17. Jahrhundert zum Englischen Bürgerkrieg.

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