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Was führte im elisabethanischen Zeitalter zu Krankheiten?

Krankheiten waren im elisabethanischen Zeitalter eine ständige Bedrohung und es war eine ganz andere Erfahrung als heute. Hier sind einige der Schlüsselfaktoren, die zur Krankheit beigetragen haben:

1. Mangelndes Verständnis von Krankheiten:

* Theorien des Humoralismus: Die Medizin im elisabethanischen Zeitalter basierte weitgehend auf der griechischen Theorie der Säfte, die Krankheiten auf ein Ungleichgewicht von vier Körperflüssigkeiten (Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle) zurückführte. Dieses Verständnis konnte die Ursachen von Krankheiten nicht genau identifizieren, was die Behandlung unwirksam machte.

* Ansteckung: Während einige wussten, dass sich Krankheiten ausbreiten könnten, waren die genauen Mechanismen unbekannt. Die Idee des „Miasma“ (schlechte Luft) war eine bekannte Theorie, die oft zur Erklärung der Ausbreitung von Krankheiten herangezogen wurde.

2. Unhygienische Bedingungen:

* Überfüllte Städte: Das Wachstum von Städten wie London führte zu Überfüllung, schlechter Sanitärversorgung und unzureichender Abfallentsorgung.

* Mangel an sauberem Wasser: Der Zugang zu sauberem Wasser war begrenzt, viele waren auf verunreinigte Quellen wie Flüsse und Brunnen angewiesen.

* Tierische Abfälle: Tiere teilten oft ihren Lebensraum mit Menschen und trugen so zur Ausbreitung von Krankheiten bei.

3. Schlechte Ernährung:

* Begrenzte Lebensmittelverfügbarkeit: Nahrungsmittelknappheit war an der Tagesordnung und viele Menschen hatten nur begrenzten Zugang zu einer ausgewogenen Ernährung.

* Mangel an Vitaminen: Ein Mangel an lebenswichtigen Vitaminen und Mineralstoffen, insbesondere an Vitamin C, machte die Menschen anfälliger für Krankheiten wie Skorbut.

4. Infektionskrankheiten:

* Die Pest: Die Beulenpest (der Schwarze Tod) war eine wiederkehrende Bedrohung, die weit verbreitete Todesfälle und Panik verursachte.

* Andere häufige Krankheiten: Masern, Pocken, Scharlach, Typhus und Tuberkulose kamen vor allem bei Kindern häufig vor.

* Sexuell übertragbare Infektionen: Syphilis war ein großes Gesundheitsproblem, das sowohl den Einzelnen als auch die Gesellschaft betraf.

5. Mangel an medizinischem Wissen und Technologie:

* Begrenzte Behandlungen: Das begrenzte Verständnis von Krankheiten führte dazu, dass Behandlungen oft unwirksam oder sogar schädlich waren. Aderlass und Säuberung waren gängige Praktiken.

* Mangel an Antibiotika: Ohne Antibiotika verliefen Infektionskrankheiten oft tödlich.

* Eingeschränkte Chirurgie: Aufgrund des Infektionsrisikos und der fehlenden Anästhesie war eine Operation der gefährliche letzte Ausweg.

6. Umweltfaktoren:

* Klima und Wetter: Kalte Winter und feuchte Sommer trugen zur Ausbreitung von Krankheiten bei.

* Umweltverschmutzung: Rauch und Dämpfe von Kohlebränden in Städten verschlechterten die Luftqualität und verschlimmerten Atemwegserkrankungen.

Auswirkungen auf das tägliche Leben:

* Hohe Sterblichkeitsrate: Die durchschnittliche Lebenserwartung lag bei etwa 35 Jahren, wobei die Sterblichkeitsrate bei Kindern besonders hoch war.

* Angst und Unruhe: Die ständige Bedrohung durch Krankheiten verursachte weitverbreitete Ängste und Ängste und führte zu abergläubischen Überzeugungen und Praktiken.

* Soziale Implikationen: Ausbrüche von Pest oder anderen Krankheiten könnten zu Quarantänen, wirtschaftlichen Störungen und sozialen Unruhen führen.

Schlussfolgerung:

Das Leben im elisabethanischen Zeitalter war ein Kampf gegen Krankheiten. Schlechte sanitäre Einrichtungen, mangelndes medizinisches Verständnis und die Verbreitung von Infektionskrankheiten machten Krankheiten zu einem ständigen Begleiter. Obwohl es in der Medizin einige Fortschritte gab, blieb die Gesamtsterblichkeitsrate hoch. Die Herausforderungen, mit denen die Elisabethaner konfrontiert waren, verdeutlichen die Fortschritte, die in den vergangenen Jahrhunderten im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Medizin erzielt wurden.

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