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Was erfährt John Proctor über sich selbst?

In Arthur Millers Stück „The Crucible“ durchläuft John Proctor eine bedeutende Reise der Selbstfindung und des moralischen Erwachens.

Zunächst wird Proctor als fehlerhafter und etwas arroganter Mensch dargestellt. Er hat eine geheime Affäre mit Abigail Williams, einer jungen Frau, die später mehrere unschuldige Menschen der Hexerei beschuldigt, darunter Proctors Frau Elizabeth. Proctor zögert zunächst, sich Abigails Lügen zu stellen und den Ruf seiner Familie und Gemeinde zu wahren.

Doch im Verlauf des Stücks beginnt sich Proctors moralischer Kompass zu verschieben. Die Ungerechtigkeit und Hysterie, die Salem erfasst haben, macht ihm zunehmend Sorgen. Er erkennt, dass sein Schweigen und seine Untätigkeit zur Eskalation der Krise beigetragen haben.

Ein entscheidender Moment auf Proctors Reise ereignet sich während seiner Vernehmung vor Gericht. Er beschließt, die Wahrheit über seine Affäre mit Abigail ans Licht zu bringen, in der Hoffnung, ihre Täuschung aufzudecken und die Hexenprozesse zu beenden. Diese Entscheidung zeigt sein wachsendes moralisches Verantwortungsbewusstsein und seine Bereitschaft, seinen Ruf im Interesse der Gerechtigkeit zu opfern.

Als das Stück seinen Höhepunkt erreicht, vertieft sich Proctors Selbstbewusstsein weiter. Er konfrontiert seine vergangenen Fehler und akzeptiert seine Rolle in der sich abzeichnenden Tragödie. Er versteht, dass seine ursprüngliche Entscheidung, sich auf die Affäre mit Abigail einzulassen, zu dem Netz aus Lügen und Manipulationen beigetragen hat, das die Gemeinschaft umgarnt.

In seinen letzten Augenblicken beweist John Proctor unerschütterliche Integrität und Mut. Trotz der überwältigenden Chancen, die gegen ihn stehen, beschließt er, für das Richtige einzutreten und weigert sich, fälschlicherweise die Hexerei zu gestehen. Sein Widerstand gegen das korrupte Gericht und seine Bereitschaft, die Konsequenzen seines Handelns zu tragen, verdeutlichen seinen tiefgreifenden moralischen Wandel.

So lernt John Proctor im Laufe des Stücks seine Fähigkeit zur Täuschung und moralischen Schwäche kennen, entdeckt aber auch seine innere Stärke, seinen Gerechtigkeitssinn und seine Fähigkeit zur Erlösung.

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