Hintergrund:
- In den 1870er Jahren wurde Gold in der Black Hills-Region des Dakota-Territoriums entdeckt, die für die Lakota Sioux als heiliges Land galt. Der Druck der US-Regierung auf Siedler und den Abbau von Ressourcen führte zu eskalierenden Spannungen mit den Indianerstämmen.
- Im Jahr 1876 stellte die US-Regierung den Stämmen Lakota und Northern Cheyenne ein Ultimatum, in die ausgewiesenen Reservate zurückzukehren. Viele amerikanische Ureinwohner weigerten sich, dem nachzukommen, was dazu führte, dass mehrere Kolonnen der US-Armee in das Gebiet der Sioux entsandt wurden, um die Forderungen der Regierung durchzusetzen.
Schlacht am Little Bighorn:
- Am 25. Juni 1876 marschierte Custers 7. Kavallerieregiment in das Little Bighorn Valley ein, um die Lakota- und Cheyenne-Krieger zu verfolgen, die den Befehlen der Regierung nicht nachgekommen waren.
- Custer teilte seine Streitkräfte in drei Bataillone auf, wobei Major Marcus Reno und Kapitän Frederick Benteen die anderen beiden Divisionen befehligten. Custers Plan bestand darin, das Lager der amerikanischen Ureinwohner aus mehreren Richtungen anzugreifen und zu überwältigen.
- Die Krieger der amerikanischen Ureinwohner waren jedoch gut vorbereitet und starteten eine heftige Gegenoffensive. Sie umzingelten und überwältigten die Bataillone von Reno und Benteen und hinderten sie daran, Custer zu Hilfe zu kommen.
- Custer befand sich zusammen mit etwa 205 seiner Männer auf einer Anhöhe, die als Last Stand Hill bekannt ist. Trotz überwältigender Übermacht kämpften sie tapfer, wurden aber letztendlich besiegt.
Nachwirkungen:
- Die Schlacht am Little Bighorn, allgemein bekannt als Custers letztes Gefecht, war eine bedeutende Niederlage für die US-Armee und ein Sieg für die Koalition der amerikanischen Ureinwohner.
– Die Nachwirkungen der Schlacht hinterließen bei der US-Armee Trauer und führten zu einer umfassenden Neubewertung ihrer militärischen Strategie gegenüber den Indianerstämmen.
– Die Schlacht gilt als eines der berühmtesten und tragischsten Ereignisse in der amerikanischen Geschichte, wird oft romantisiert und in Literatur, Kunst und Film dargestellt.
- Der Ort der Schlacht ist heute als Little Bighorn Battlefield National Monument erhalten und gilt als nationales historisches Wahrzeichen.