Sinclairs „The Jungle“, veröffentlicht 1906, deckte die unhygienischen und gefährlichen Bedingungen in der Fleischverarbeitungsindustrie in den Vereinigten Staaten auf. Das Buch war eine eindringliche Anklage gegen den Kapitalismus und löste einen öffentlichen Aufschrei und Forderungen nach Reformen aus. Sinclairs Arbeit trug dazu bei, das Bewusstsein für soziale und wirtschaftliche Probleme zu schärfen, und trug zur Progressive Era bei, einer Zeit des sozialen Aktivismus und der Reformen in den Vereinigten Staaten.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts steckte die Filmindustrie noch in den Kinderschuhen und war stark von den damaligen Varieté- und Theatertraditionen beeinflusst. Bei den Filmen handelte es sich häufig um kurze Filme mit nur einer Rolle, die Slapstick-Comedy, Melodram und andere beliebte Genres enthielten. Als die Filmindustrie jedoch wuchs und reifer wurde, begann sie, die sozialen und politischen Themen der Zeit widerzuspiegeln.
In den 1930er Jahren hatte die Weltwirtschaftskrise die Vereinigten Staaten heimgesucht und das Land befand sich in einem Zustand wirtschaftlicher und sozialer Unruhen. Dies führte zu einem Anstieg des gesellschaftlichen Bewusstseins und einer Nachfrage nach Filmen, die sich mit realen Problemen befassten. Die Filmindustrie reagierte mit einer Welle sozialbewusster Filme, darunter Dramen wie Grapes of Wrath (1940) und Citizen Kane (1941) sowie Dokumentarfilme wie The Plough That Broke the Plains (1936) und Night Mail (1936). .
Während Sinclairs Arbeit nicht direkt zur Entwicklung von Industriefilmen führte, trug sie doch zum breiteren kulturellen und politischen Kontext bei, der schließlich die Filmindustrie prägte. Seine Schriften trugen dazu bei, das Bewusstsein für soziale und wirtschaftliche Probleme zu schärfen, und inspirierten andere Künstler und Filmemacher, sich in ihren Arbeiten mit diesen Themen auseinanderzusetzen.