Spiele im Freien:
* Traditionelle Spiele: Viele bekannte Spiele wie Fangen, Verstecken, Himmel und Hölle, Murmeln und Springseil waren im viktorianischen Zeitalter beliebt.
* Teamspiele: Cricket, Fußball und Rounders erfreuten sowohl Jungen als auch Mädchen.
* Geschicklichkeitsspiele: Spiele wie Quoits (Ringe auf Pflöcke werfen) und Bogenschießen wurden sowohl zur Unterhaltung als auch zur Entwicklung der Fähigkeiten geübt.
* Erkundung der Natur: Viktorianische Kinder verbrachten oft Zeit damit, die Natur zu erkunden, Pflanzen und Insekten zu sammeln und im Wald zu spielen.
Indoor-Spiele:
* Brettspiele: Schach, Dame und Kartenspiele waren beliebt, insbesondere bei den privilegierteren Kindern, die Zugang zu diesen Ressourcen hatten.
* Rätsel: Puzzles, Kreuzworträtsel und andere Denksportaufgaben waren weit verbreitet und förderten das logische Denken und die Fähigkeiten zur Problemlösung.
* Spiele der Fantasie: Kinder spielten mit Puppen, Spielzeugsoldaten und anderen fantasievollen Spielzeugen, erfanden Geschichten und spielten Szenarien nach.
* Geschichtenerzählen und Lesen: Das Vorlesen aus Büchern war eine übliche Familienbeschäftigung, und Kinder spielten oft Geschichten nach oder erfanden eigene Geschichten.
Spezifische Spiele:
* Buff des Blinden: Ein beliebtes Spiel, bei dem ein Spieler mit verbundenen Augen versucht, die anderen zu fangen.
* Einfädeln Sie die Nadel ein: Die Kinder hielten sich an den Händen und bildeten einen Kreis, wobei eine Person versuchte, sich durch den Kreis zu schlängeln, ohne die Kette zu zerreißen.
* Pussy in der Ecke: Ein Verfolgungsspiel, bei dem eine bestimmte „Pussy“ versucht, Spieler zu fangen, die sich zwischen den Ecken eines Raumes bewegen.
* Das Spiel der Konsequenzen: Ein Storytelling-Spiel, bei dem Spieler Teile einer Geschichte aufschreiben, ohne zu sehen, was andere geschrieben haben, was zu urkomischen und unerwarteten Ergebnissen führt.
Faktoren, die das Spiel beeinflussen:
* Soziale Klasse: Kinder wohlhabenderer Familien hatten mehr Zugang zu Spielzeug und Spielen und ihr Spiel könnte strukturierter und formeller sein. Ärmere Kinder stellten oft ihr eigenes Spielzeug her und spielten Spiele mit begrenzten Materialien.
* Geschlecht: Bei den Spielen von Jungen und Mädchen gab es oft eine klare Trennung. Jungen neigten dazu, aktivere, wildere Spiele zu spielen, während Mädchen eher häusliche oder fantasievolle Spiele spielten.
* Stadt vs. Land: Kinder in städtischen Gebieten spielten oft in kleineren Räumen, während Kinder in ländlichen Gebieten mehr Platz zum Toben und Erkunden hatten.
Während von einigen viktorianischen Kindern erwartet wurde, dass sie sich benehmen und die richtigen Manieren erlernen, blieb das Spielen ein wichtiger Teil ihrer Kindheit und förderte Kreativität, soziale Fähigkeiten und körperliche Aktivität.