1. Historische Ungenauigkeiten: Einige Kritiker argumentieren, dass der Film gewisse historische Freiheiten nimmt, die von den tatsächlichen Ereignissen in Rizals Leben abweichen. Der Film zeigt beispielsweise, wie Rizal eine romantische Beziehung mit einer einheimischen Frau namens Josephine Bracken eingeht, während einige Historiker behaupten, dass es keine konkreten Beweise für diese Beziehung gibt.
2. Mangelnde Tiefe in der Charakterisierung: Kritiker weisen außerdem darauf hin, dass es dem Film nicht gelingt, die Tiefe und Komplexität von Rizals Charakter vollständig auszuloten. Der Film stellt ihn oft als eindimensionalen Helden dar, ohne auf seine inneren Kämpfe, Motivationen und sein Wachstum einzugehen.
3. Übermäßige Vereinfachung von Rizals Ideologie: Der Film stellt Rizals Ideen und Überzeugungen auf etwas vereinfachte Weise dar und reduziert sie auf einige allgemeine Botschaften über Patriotismus, Bildung und soziale Reformen. Kritiker argumentieren, dass es diesem Ansatz an Nuancen mangelt und er nicht die gesamte Bandbreite von Rizals intellektuellen Beiträgen erfasst.
4. Unzureichende Aufmerksamkeit für Rizals literarische Werke: Angesichts des bedeutenden literarischen Schaffens von Rizal sind einige Kritiker der Meinung, dass der Film seine Schriften, wie etwa die Romane „Noli Me Tangere“ und „El Filibusterismo“, nicht ausreichend hervorhebt oder analysiert. Diese Werke, die eine entscheidende Rolle in der philippinischen Unabhängigkeitsbewegung spielten, werden im Film nicht ausführlich untersucht.
5. Mangelnde Kontextualisierung: Der Film konzentriert sich hauptsächlich auf Rizals persönliche Erfahrungen in Dapitan, ohne einen breiteren Kontext des politischen und sozialen Klimas der Philippinen während dieser Zeit zu bieten. Kritiker argumentieren, dass eine tiefere Auseinandersetzung mit dem historischen Kontext die Bedeutung und Wirkung von Rizals Handlungen verstärkt hätte.
6. Begrenzte filmische Techniken: Einige Kritiker finden die Filmtechniken in „Rizal In Dapitan“ uninspiriert und es mangelt ihnen an Kreativität. Sie argumentieren, dass der Film stark auf konventionellen Erzählmethoden basiert und es versäumt, innovativere oder visuell ansprechendere filmische Elemente zu verwenden.
Trotz dieser Kritik schätzen viele Zuschauer den Film für die Dramatisierung von Rizals Leben und seinen Versuch, seine Geschichte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Die oben genannten Punkte zeigen jedoch Bereiche auf, in denen der Film möglicherweise seine historische Genauigkeit, Charakterentwicklung, thematische Erkundung und filmische Umsetzung hätte verbessern können.