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Wie stellte John Constable Landschaften in seinen Gemälden dar?

John Constable (1776-1837) revolutionierte die Landschaftsmalerei im frühen 19. Jahrhundert mit seinem einzigartigen Ansatz, der das Wesen der englischen Landschaft einfing. Er ging über die bloße Darstellung malerischer Ansichten hinaus und zielte stattdessen darauf ab, die Atmosphäre, das Licht und die Bewegung der Natur auf eine zutiefst persönliche und emotionale Weise zu vermitteln. So hat er das erreicht:

Schwerpunkt auf Atmosphäre und Licht:

* „Weich“-Fokus: Constable verwendete oft eine „Weichzeichner“-Technik, bei der Details leicht verwischt wurden, um ein Gefühl von verschwommener Atmosphäre und Tiefe zu erzeugen. Dies wurde durch die Verwendung von gebrochenen Pinselstrichen erreicht und pasto (dicke Farbschichten), wodurch das Licht differenzierter von der Leinwand reflektiert werden konnte.

* Verschiebendes Licht einfangen: Er beobachtete sorgfältig die Art und Weise, wie das Sonnenlicht mit der Landschaft interagierte, und achtete dabei genau auf die sich im Laufe des Tages ändernden Farben und Schatten. Er verwendete oft starke Kontraste zwischen hellen und dunklen Bereichen, um ein Gefühl von Dramatik und Dynamik zu erzeugen.

* Wolken als aktive Elemente: Constable war berühmt für seine detaillierten und ausdrucksstarken Wolken, die er als wichtige Akteure in der Landschaft betrachtete und der Szene Bewegung und Dramatik verlieh.

Dynamische Darstellung der Bewegung:

* Bewegung am Himmel: Er vermittelte die Bewegung der Wolken durch die Verwendung von Impasto , wodurch der Himmel strukturierter und dynamischer wirkte.

* Bewegung im Wasser: Seine Wasserdarstellungen zeichnen sich durch fließende Pinselstriche aus und dynamische Reflexionen , die die Bewegung der Wasseroberfläche erfasst.

* Bewegung in Bäumen: Constables Bäume werden oft als wiegende dargestellt im Wind, mit Ästen, die gen Himmel ragen.

Persönliche und emotionale Verbindung:

* Ortsgefühl: Constables Landschaften basierten oft auf bestimmten Orten in der englischen Landschaft, Orten, die er gut kannte und zu denen er eine tiefe persönliche Verbindung hatte. Sein Ziel war es, die Essenz dieser Orte einzufangen und sie dem Betrachter vertraut und eindrucksvoll erscheinen zu lassen.

* Romantische Ästhetik: Seine Landschaften hatten oft einen Hauch von Romantik, wobei der Schwerpunkt auf der Schönheit und Kraft der Natur sowie der menschlichen Verbindung zur Landschaft lag.

Technische Innovationen:

* Ölskizze: Constable verwendete häufig Ölskizzen, um die flüchtigen Effekte von Licht und Wetter auf dem Feld einzufangen. Diese Skizzen wurden dann in seine größeren Atelierarbeiten integriert.

* „Naturalistischer“ Ansatz: Er lehnte die idealisierten Landschaften früherer Künstler ab und strebte eine „naturalistischere“ Darstellung der englischen Landschaft an, indem er die rohe Schönheit der Natur ohne Ausschmückung einfing.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Constables Landschaftsgemälde durch ihre Fähigkeit hervorstechen, die flüchtigen Momente der Natur einzufangen und ein Gefühl von Atmosphäre, Licht und Bewegung zu vermitteln, das über die bloße Darstellung hinausgeht. Er nutzte seine persönliche Verbindung zur englischen Landschaft und seine technischen Innovationen, um Werke zu schaffen, die bis heute zutiefst bewegend und relevant sind.

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