Caravaggios Einsatz dramatischer Beleuchtung, kräftiger Farben und realistischer Gesichtsausdrücke verlieh seinen Gemälden eine kraftvolle Intensität, die oft von einem rohen Sinn für Emotionen geprägt war. Eines seiner berühmtesten Werke, „Die Berufung des heiligen Matthäus“ (ca. 1599–1600), demonstriert diesen Fokus auf die emotionale Reaktion gewöhnlicher Figuren durch Matthäus‘ dramatische Reaktion auf seine Berufung.
Durch die Verwendung alltäglicher Menschen als Vorbild brachen Caravaggios Werke auch mit der typischen Darstellung von Heiligen und Adligen und demokratisierten die Kunst, indem sie universelle menschliche Erfahrungen in seinen Motiven zur Schau stellten. Durch Caravaggios Einfluss begannen Künstler, in ihren Gemälden den Schwerpunkt auf Authentizität und emotionale Tiefe zu legen, was zur Entwicklung der westlichen realistischen Kunst, wie wir sie kennen, führte.