Renaissance:
* Michelangelo: Seine Verwendung von Hell-Dunkel (starke Hell-Dunkel-Kontraste) in Gemälden wie dem „Jüngsten Gericht“ definiert die Formen der Figuren dramatisch und verleiht ihnen Tiefe und Volumen.
* Leonardo da Vinci: Obwohl Da Vinci für seine akribischen anatomischen Studien bekannt ist, verwendete er Farbe auch, um in seinen Gemälden ein Gefühl von Volumen und Tiefe zu erzeugen, beispielsweise in der „Mona Lisa“, wo subtile Farbverläufe ein Gefühl von Dimensionalität erzeugen.
Impressionismus:
* Claude Monet: Monets „Seerosen“-Serie nutzt Variationen von Licht und Farbe, um ein Gefühl von Bewegung und atmosphärischer Tiefe zu erzeugen und die wechselnden Formen des Wassers und der Lilien hervorzuheben.
* Pierre-Auguste Renoir: Renoir war dafür bekannt, mit lebendigen, warmen Farben die Schönheit der menschlichen Form einzufangen und in seinen Porträts und Szenen des Pariser Lebens ein Gefühl von Volumen und Leben zu schaffen.
Postimpressionismus:
* Paul Cézanne: Cézanne zerlegte Formen in geometrische Formen und nutzte die Farbe, um diese Formen aufzubauen und ein Gefühl von Dreidimensionalität zu erzeugen. Seine Stillleben und Landschaften betonen durch den bewussten Einsatz von Farbe die Solidität und das Gewicht der Objekte.
* Vincent van Gogh: Van Goghs wirbelnde Pinselstriche und kontrastierende Farben erzeugen ein Gefühl von Dynamik und emotionaler Intensität und betonen die Bewegung und Form seiner Motive, wie in „Die Sternennacht“.
Modern und zeitgenössisch:
* Henri Matisse: Matisse ist bekannt für die Verwendung kräftiger, flacher Farben und vereinfachter Formen. Er nutzt die Farbe, um in seinen Gemälden ein starkes Gefühl von Präsenz und Volumen zu erzeugen und die Flachheit der Leinwand zu betonen.
* Pablo Picasso: Picassos Verwendung von Farben in seinen kubistischen Werken betont die fragmentierte Natur der Formen und deren Wahrnehmung durch den Betrachter und erzeugt durch das Zusammenspiel von Farben und geometrischen Formen ein Gefühl von Tiefe und Volumen.
* Mark Rothko: Rothko verwendete große Farbblöcke, oft mit subtilen Variationen, um ein Gefühl von Tiefe und Geheimnis zu erzeugen und den Betrachter dazu einzuladen, über die Formen und Emotionen nachzudenken, die die Farbe hervorruft.
Über diese Beispiele hinaus haben viele andere Künstler aus verschiedenen Epochen und Stilen Farben verwendet, um Formen hervorzuheben. Einige weitere Beispiele sind:
* Georgia O'Keeffe: O'Keeffes Nahaufnahmen von Blumen und Landschaften betonen die Form und Textur ihrer Motive durch den Einsatz lebendiger Farben.
* Wassily Kandinsky: Kandinskys abstrakte Kompositionen verwenden Farbe, um ein Gefühl von Bewegung und Emotionen zu erzeugen und die Formen und Gestalten innerhalb des Gemäldes hervorzuheben.
* David Hockney: Hockneys Verwendung leuchtender Farben und kräftiger Linien in seinen Gemälden erzeugt ein Gefühl von Tiefe und Volumen und betont die Formen seiner Motive, insbesondere in seinen Pool-Gemälden.
Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie Künstler Farben zur Betonung von Formen eingesetzt haben. Die Art und Weise, wie Künstler mit Farben umgehen, ist vielfältig und dynamisch und entwickelt sich ständig mit künstlerischen Bewegungen und individuellen Stilen weiter.