Fragonard ist bekannt für seine fesselnden Gemälde, die die Frivolität und Romantik des Rokoko einfangen und oft Szenen der Werbung, Verführung und idyllischer Landschaften darstellen. Unter der Oberfläche seiner verspielten Kompositionen verbirgt sich jedoch oft ein Hauch melancholischer Untertöne, die auf eine Flüchtigkeit des Vergnügens und den unvermeidlichen Lauf der Zeit schließen lassen.
Diese subtile Melancholie ist in seinen berühmtesten Werken zu sehen, wie zum Beispiel:
* „The Swing“ (1767): Während das Gemälde eine unbeschwerte Szene einer jungen Frau zeigt, die mit ihrem Liebhaber schaukelt, deutet es auch auf die Zerbrechlichkeit ihrer geheimen Affäre und das Potenzial für einen Skandal hin.
* „The Happy Accidents of the Swing“ (1767): Dieses Werk zeigt eine junge Frau, die mit einem Bischof schwingt und dabei zuschaut, was auf das Potenzial für Übertretungen und die Flüchtigkeit der Leidenschaft hinweist.
* "The Meeting" (1773): Das Gemälde fängt einen gestohlenen Moment der Intimität zwischen zwei Liebenden ein, doch die gedämpften Farben und der melancholische Ausdruck der Frau suggerieren ein Gefühl von Sehnsucht und Vergänglichkeit.
Fragonards Fähigkeit, verspielte Rokoko-Ästhetik mit einem Hauch von Melancholie zu verbinden, zeichnet sein Werk aus und ermöglicht es ihm, die Komplexität menschlicher Emotionen mit tiefgreifenden Nuancen einzufangen.