Sfumato (Italienisch für „rauchig“) ist eine Technik, die subtile Übergänge zwischen Hell und Dunkel nutzt, um einen weichen, dunstigen Effekt zu erzeugen. Dies wird durch die Verwendung sehr dünner Farbschichten erreicht, bei denen nach und nach eine Farbe in eine andere übergeht. Dies verleiht den Gesichtern seiner Figuren die Illusion von Tiefe und Volumen.
So wurde Sfumato erreicht:
* Verglasung: Raphael baute Schichten durchscheinender Glasuren auf, wobei jede Schicht etwas dunkler oder heller als die vorherige war. Dies ermöglichte allmähliche Übergänge und ein Gefühl von Tiefe.
* Pinselführung: Er verwendete feine Pinsel, um die Farben zu vermischen und so subtile Variationen in Ton und Textur zu erzeugen.
* Abtupfen: Raphael verwendete manchmal eine Tupftechnik, um Glanzlichter und Schatten zu erzeugen, insbesondere in den Augen und Lippen. Dies fügte ein Gefühl von Realismus und Leuchtkraft hinzu.
Während Sfumato seine primäre Technik war, verwendete Raphael je nach den spezifischen Details und Effekten, die er erzielen wollte, auch andere Techniken.
Andere von Raphael verwendete Techniken:
* Helldunkel: Starke Hell-Dunkel-Kontraste erzeugen Tiefe und Volumen.
* Lineare Perspektive: Mithilfe mathematischer Prinzipien ein Gefühl von Tiefe und Raum auf der Leinwand erzeugen.
* Verkürzung: Verzerrung der Proportionen von Figuren, um die Illusion zu erzeugen, dass sie sich in den Raum des Betrachters erstrecken.
Die Kombination dieser Techniken, insbesondere Sfumato, ermöglichte es Raphael, seine ikonischen Madonna-Bilder zu schaffen, die für ihre Schönheit, Realismus und emotionale Tiefe bekannt sind.