1. Idealisierung: Griechische Bildhauer versuchten, ein Idealbild der menschlichen Gestalt darzustellen. Sie idealisierten Merkmale, Proportionen und Anatomie, um ästhetisch ansprechende und harmonische Kompositionen zu schaffen.
2. Naturalismus: Obwohl sie immer noch einen idealisierten Ansatz beibehielten, zeigten die klassischen griechischen Skulpturen ein größeres Verständnis der menschlichen Anatomie und Bewegung. Die Figuren wirkten lebensechter und realistischer.
3. Anteil: Großer Wert wurde auf die Erzielung perfekter Proportionen der menschlichen Figur gelegt. Der „Goldene Schnitt“ oder „Göttliche Proportion“ wurde oft angewendet, um eine harmonische Beziehung zwischen verschiedenen Körperteilen herzustellen.
4. Kontrastierende Texturen: Griechische Bildhauer kombinierten gekonnt glatte und polierte Oberflächen mit raueren Texturen, oft in Vorhängen oder Haaren. Dieser Kontrast verstärkte den visuellen Reiz ihrer Werke.
5. Nacktheit: Männliche Nacktheit wurde in der griechischen Kunst weit verbreitet und symbolisierte Sportlichkeit, Stärke und Schönheit. Männliche Skulpturen wurden typischerweise ohne Kleidung dargestellt, während weibliche Figuren mit fließenden Gewändern geschmückt waren.
6. Erzählszenen: Neben freistehenden Statuen schufen griechische Bildhauer auch Reliefskulpturen, die mythologische Geschichten, historische Szenen oder religiöse Zeremonien darstellen. Diese Szenen können komplex und detailliert sein und ihre erzählerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen.
7. Drapierung: Griechische Bildhauer stellten Vorhänge mit großem Geschick dar und zeigten komplizierte Falten und Bewegungen, um die darunter liegende menschliche Form hervorzuheben.
8. Emotion und Ausdruck: Klassische griechische Bildhauer erforschten in ihren Werken ein breiteres Spektrum an Emotionen und Gesichtsausdrücken und entfernten sich dabei von den stoischen Ausdrucksformen der archaischen Zeit.
9. Einfluss der griechischen Leichtathletik: Körperliche Fitness hatte im antiken Griechenland einen hohen Stellenwert und griechische Sportler dienten als Vorbilder für viele Skulpturen. Darstellungen von Sportlern, sowohl siegreiche als auch besiegte, waren in der griechischen Kunst häufige Themen.
10. Götter und Göttinnen: Klassische griechische Bildhauer schufen ikonische Darstellungen von Göttern und Göttinnen aus der griechischen Mythologie, wobei jede Gottheit durch spezifische Attribute, Symbole und physische Eigenschaften gekennzeichnet ist.
Insgesamt erreichte die klassische griechische Skulptur bemerkenswerte Höhen künstlerischer Exzellenz und hatte einen tiefgreifenden Einfluss auf die westliche Kunst und Kultur und diente als Maßstab für Schönheit und Ästhetik, der Künstler bis heute inspiriert.